Steigenberger jetzt Altbürgermeister

Feierliche Verabschiedung von Gemeinderatsmitgliedern in Wielenbach

Geehrte
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Ehrung für verdiente Kommunalpolitiker in Wielenbach. Unser Foto zeigt (v.li.): Zweite Bürgermeisterin Christine Ulbrich, Andreas Blobner, Bürgermeister Harald Mansi, Werner Lautenbacher, Altbürgermeister Korbinian Steigenberger, Sabine Bartl, Lorenz Thumann, Ewald Welzmüller, Land-rätin Andrea Jochner-Weiß, Michael Neu und Elisabeth Kroiher.

Wielenbach – Heimspiel für Andrea Jochner-Weiß und eine besondere Herzensangelegenheit: Die aus dem Ortsteil Wilzhofen stammende Landrätin durfte ihrem langjährigen Mitstreiter Korbinian Steigenberger die Ernennungsurkunde zum „Altbürgermeister“ überreichen. 1990 war sie zusammen mit ihm in den Wielenbacher Gemeinderat eingezogen und war ab 1998 seine Stellvertreterin, als er Bürgermeister wurde. 

Das „Dreamteam“ trennte sich 2014, als Jochner-Weiß ins Landratsamt wechselte. Steigenberger (FW) blieb Bürgermeister und trat bei den letzten Kommunalwahlen nach 22 verdienstvollen Jahren nicht mehr an. Zu seinen wichtigsten Projekten gehörten Schulhausbau und Turnhallen-Sanierung, die Dorferneuerung Haunshofen-Bauerbach, der Bau des Wasserrückhaltebeckens und des Feuerwehrhauses, die Erweiterung von Kindergarten und Kinderhort, der Breitbandausbau und die Planung des neuen Rathauses mit Bürgersaal.

Zu der feierlichen Ehrung hatte Harald Mansi, Steigenbergers Nachfolger als Rathauschef, Corona-bedingt erst jetzt ins Feuerwehrhaus eingeladen. Auf dem Programm stand auch die Verabschiedung von verdienten Gemeinderatsmitgliedern, die seit den Kommunalwahlen nicht mehr dem Gremium angehören. Den Reigen eröffnete Lorenz Thumann (CSU), 18 Jahre lang Gemeinderat und die letzten sechs Jahre Zweiter Bürgermeister. Ein dickes Lob für die gute Zusammenarbeit kam hier vom neuen Altbürgermeister Steigenberger.

Bürgermeister Harald Mansi (re.) ehrte Franz Schalk für seine Tätigkeit für die Gemeinde.

Alfred Abenthum (CSU) war von 2002 bis 2008 Gemeinderat und stieg 2014 nochmals in die Kommunalpolitik ein. Er kümmerte sich vor allem um die Belange der Feuerwehr. Sein Highlight als Gemeinderat und Kommandant war 2015 die Anschaffung des neuen Löschgruppenfahrzeugs LF 20. Sabine Bartl (CSU) war drei Wahlperioden in verschiedenen Gremien tätig. Mansi lobte ihr Engagement als Mitglied in diversen Ausschüssen sowie als Referentin für Kinderbetreuung und Soziales. Andreas Blobner (CSU) war als jüngstes Gemeinderatsmitglied sechs Jahre dabei und wechselte dann als Festangestellter in das Wielenbacher Rathaus. Besonders verdient hat er sich laut seinem Chef Harald Mansi als Referent für Sport- und Freizeitanlagen gemacht. Für zwölf Jahre ehrenamtliche Gemeinderatstätigkeit wurde Michael Neu (CSU) geehrt. Als Mitglied in diversen Ausschüssen habe er laut Mansi seine Meinung stets „konsequent, messerscharf und analytisch auf den Punkt gebracht.“

Nur die letzte Periode im Gemeinderat waren Elisabeth Kroiher (FWHB) und Werner Lautenbacher (CSU). Sie unter anderem als Referentin für Soziales und er als Referent für Straßen, Brücken und Gewässer. Beim künftigen Bürgersaal habe er laut Mansi Bewirtung und Bühne durchgesetzt. Zweieinhalb Jahre saß Ewald Welzmüller (FWW) als Nachrücker im Gemeinderat. Dabei wechselte der laut Bürgermeister Mansi „fleißigste Besucher der Sitzungen“ nur von den Zuschauerplätzen an den Ratstisch. Ein kurzes Gastspiel von nur drei Monaten hatte hier Franz Andree, der nicht persönlich verabschiedet werden konnte. Als Vorstand der Wielenbacher Energiegenossenschaft hatte er an diesem Tag Jahreshauptversammlung.

Mit einer Ehrung für „einen ganz besonderen Menschen“ endete die Verabschiedung. Franz Schalk wurde für unglaubliche 50 Jahre Tätigkeit für die Gemeinde Wielenbach geehrt. 1970 war er der erste Gemeindearbeiter bei den Anfängen des Bauhofs. Das „Original und Schlitzohr“ – so unisono Bürgermeister Mansi und Landrätin Jochner-Weiß – machte sich besonders um die Pflege des Friedhofs und Kriegerdenkmals verdient.

Von Dieter Roettig

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