Krankenhaus GmbH will Stellen streichen

Kochen auf Sparflamme

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Das Essen für die Weilheimer Klinik soll ab erstem Quartal 2015 aus Schongau kommen.

Weilheim/Schongau – Vor wenigen Wochen hat der Kreistag grünes Licht für den Bau von drei neuen OP-Sälen am Weilheimer Krankenhaus gegeben. Weil der Neubau dort enstehen soll, wo sich derzeit die Küche befindet, plant die Krankenhaus GmbH jetzt, die Mahlzeiten ab dem ersten Quartal 2015 zentral in der Schongauer Klinik produzieren zu lassen – mit weniger Personal.

15 Beschäftigte arbeiten derzeit in der Weilheimer Krankenhausküche. Diese müssen jetzt um ihren Job fürchten, denn wenn ab 2015 das Essen für alle drei Krankenhaus-Standorte in Schongau zubereitet wird, wie es der Plan der Geschäftsführung vorsieht, wird sich auch die Zahl der Mitarbeiter reduzieren. „Es ist klar, dass eine Zentralisierung diesbezüglich Auswirkungen hat“, bestätigte Pressesprecherin Aguedita Afemann auf Nachfrage des KREISBOTEN. Eine genaue Zahl könne sie derzeit allerdings noch nicht nennen. 

„Wir stehen zurzeit in Verhandlungen mit den Betriebsräten. Dem Gesamtbetriebsrat und dem örtlichen Betriebsrat wurde ein umfangreicher Maßnahmenkatalog mit sozialverträglichen Lösungen für die Mitarbeiter vorgestellt“, wird Geschäftsführer Thomas Lippmann in einer Pressemitteilung der Gesellschaft zitiert. Lippmann steht unter Druck. Er muss das große Defizit reduzieren, das auf der Krankenhaus GmbH lastet. Personalabbau und zentrale Essensversorgung sollen helfen, Kosten zu sparen. 

Die Zentralisierung der Küche war ein Vorschlag im Rahmen des PWC-Gutachtens, das im Februar dieses Jahres den Aufsichtsrats- und Kreistagsmitglieder vorgestellt worden war. Im Rahmen der Strategie „Gesundheitsversorger 2020“ sei dieser Vorschlag aufgenommen und weiterentwickelt worden, heißt es in der Pressemitteilung. „Die Strategie Gesundheitsversorger 2020 stellt die Medizin und Pflege klar in den Fokus. Diese zwei Bereiche sollen in den kommenden Jahren gestärkt aus der Konsolidierung der Krankenhaus GmbH hervorgehen, damit die Gesundheitsversorgung im Landkreis weiterhin kommunal bleibt“, betont Lippmann.

Dafür würden weitere medizinische Schwerpunkte gebildet. Ein wichtiger Baustein sei der Neubau der OP-Säle in Weilheim. Im alten OP-Bereich sei ein ambulantes OP-Zentrum in Planung. „Alle Maßnahmen zielen auf die wirtschaftliche Gesundung der Krankenhaus GmbH ab unter Beibehaltung bzw. Steigerung der medizinischen Qualität.“ 

Zurzeit erarbeitet man gemeinsam mit einer externen Catering-Firma ein Konzept zur künftigen Essensversorgung. Lippmann: „Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Kochverfahren. Diese gilt es, zu prüfen, damit wir unseren Patienten an allen Standorten auch künftig ein vitaminreiches Essen anbieten können. Denn das Essen ist ein wichtiger Faktor bei der Patientenzufriedenheit.“

chpe

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