Krankenhaus GmbH arbeitet jetzt mit Vinci Xi-Roboter

da Vinci Xi Roboter Krankenhaus Weilheim
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Prof. Dr. Dr. Reinhold Lang kann über die Steuerkonsole den vierarmigen Roboter da Vinci Xi mit größter Präzision bewegen.

Landkreis – Seit August dieses Jahres gibt es einen neuen „Mitarbeiter“ im Krankenhaus Weilheim. Sein Name ist da Vinci Xi. Der Roboter soll das Operieren noch sicherer für den Patienten machen.

„Ein Segen für die Patienten.“ „Der weltweit führende Chirurgie-Roboter.“ „Eine neue Ära.“ Bei der Vorstellung des da Vinci Xi überschlugen sich die Redner mit Superlativen. Ganz ungerechtfertigt ist das aber nicht, das wurde bei dem Pressetermin schnell klar.

Der vierarmige Roboter ist vielseitig einsetzbar. Vor allem für die Allgemein- und Viszeralchirurgie ist er geeignet. Allerdings, so berichtete Chefarzt Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhold Lang, wolle man ihn zukünftig auch in der Gynäkologie und der Urologie einsetzen. Der Vorteil: mit dem Roboter sind minimal-invasive Eingriffe möglich. Das verringert das Risiko von Komplikationen und auch die Rehabilitation des Patienten ist verkürzt.

Lang hat schon selbst eine Handvoll OPs mit dem da Vinci Xi durchgeführt. Bei dem Pressetermin stand ihm die Freude darüber richtig ins Gesicht geschrieben. Er brachte das Gefühl seiner ersten Roboter-OP mit „War das geil“ auf den Punkt.

Was den langjährigen und erfahrenen Mediziner so begeistert, ist die „Perfektion und Präzision“, die durch da Vinci Xi möglich sei. Nur durch kleine Einschnitte von maximal zwei Zentimetern gelangen die Roboterarme unter die Haut. Der Arzt selbst sitzt an einer Steuerkonsole. Über einen integrierten Bildschirm sieht der Arzt das Innere des Patienten – dreidimensional und mit bis zu zehnfacher Vergrößerung.

Das Bild kommt von einer Kamera, die direkt an einem der Roboterarme befestigt ist. Gesteuert werden diese lediglich mit den beiden Zeige- und Mittelfingern. Die Bewegung, die der Arzt macht, kopiert der Roboter. Er imitiert quasi die Bewegung des menschlichen Handgelenks – und geht darüber hinaus, wie Tim Heisterkamp, Vertriebsdirektor der Herstellungsfirma Intuitive Surgical, erklärte.

Um damit richtig umzugehen, müssten Ärzte einen mehrwöchigen Kurs bei seinem Unternehmen belegen, führte Heisterkamp weiter aus. Chefarzt Lang hat den natürlich auch gemacht. Was die Bedienung angeht, scheint der Roboter recht intuitiv zu funktionieren. „Du weißt sofort, was du tun musst“, so Lang.

Gut zwei Millionen Euro hat die Anschaffung des da Vinci Xi gekostet. Nach dem Mako-Roboter, den die Krankenhaus GmbH

im vergangenen Jahr bekommen hat, ein „konsequenter Schritt, um mit der rasanten medizinischen Entwicklung“ mithalten zu können. Davon ist Landrätin Andrea Jochner-Weiß überzeugt.

Hört sich alles ziemlich gut an. Doch was kostet den Patienten so ein Eingriff zusätzlich? Die einfache Antwort: Nichts! Geschäftsführer der Krankenhaus GmbH Thomas Lippmann betonte bei der Vorstellung, dass die Kosten vollständig von den Krankenkassen getragen werden – egal ob Kassen- oder Privatpatient.

Von Stephanie Novy

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