Krankenhaus Weilheim: Frauenabteilung erhält viel Lob am "Tag der offenen Tür"

Kompetenz und warme Atmosphäre

+
„Sie machen das schon sehr gut“. Eine junge Mutter übt unter den kritischen Blicken von Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Chefärztin Dr. Solveig Groß und BRK-Mitarbeiterin Iris Schessl die Druckmassage bei Atemstillstand.

Weilheim – Seit rund einem Vierteljahr steht die Frauenklinik der Kreisstadt unter der Leitung von Chefärztin Dr. Solveig Groß. In dieser Zeit hat sie Unsicherheiten über den Fortbestand der Abteilung beseitigt und das Team auf seine Hauptaufgaben eingeschworen.

Seither kamen etwa 80 Kinder zur Welt, bei zehn Geburten war sie selbst involviert. Am vergangenen Samstag stellte sie gemeinsam mit ihrem Team den Fachbereich im Rahmen eines „Tags der offenen Türen“ erstmals vor. „Schauen Sie sich gründlich um. Wir haben viel Interessantes zu zeigen und freuen uns über Ihr Interesse“, sagte sie bei der Begrüßung. Für Landrätin Andrea Jochner-Weiß war die Anwesenheit eine Herzenssache. „Wir haben vor zwei Jahren noch gehadert, können wir die Station weiter betreiben oder nicht. Sie wird zwar finanziell nie groß etwas abwerfen, aber wir wollen das unsere Kinder hier im Landkreis auf die Welt kommen. Ich danke dem Team wie auch Ihnen Dr. Groß, dass Sie die Frauenabteilungen hier und in Schongau aufrechterhalten“, erklärte sie in ihrer Ansprache.

Die Gäste nahmen die Aufforderung zum Umschauen nicht nur wörtlich, sondern suchten die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Hebammen- und Ärzteteam, informierten sich im Kreißsaal, über die Möglichkeit der alternativen Wassergeburt in der Gebärwanne, besuchten die Hebammensprechstunde und nahmen die Angebote der Vorträge wahr. Themen waren unter anderem neue Therapiemethoden bei Gebärmuttermyomen, Beckenboden und Blasenschwäche, Yoga vor und nach der Geburt sowie Beckenbodenschule. Darüber hinaus informierte der ADAC über sichere Babyschalen im Auto und das BRK lud ein zur Ersten Hilfe bei verschluckten Gegenständen und Atemstillstand. Die Besucher – werdende Mütter und Väter – waren beeindruckt. „Ich will hier entbinden und mich vorab über die Räumlichkeiten, das Team und die Abläufe informieren. Ich bin positiv überrascht“, beschrieb eine junge Peißenbergerin ihre Eindrücke.

Beeindruckt waren aber nicht nur künftige Mütter und ihre Angehörigen, sondern ebenfalls Fachkräfte anderer Krankenhäuser. „Ich arbeite in Starnberg in der Wöchnerinnenabteilung und nutze die Gelegenheit zum Vergleich. Mir gefällt die hier sicht- und spürbare Atmosphäre. Sie wirkt heimelig, familiär“, lobte die Besucherin. Überrascht vom großen Interesse aus dem Oberland zeigte sich Chefärztin Dr. Groß. „Wir sind alle sehr zufrieden. Die Vielfalt unserer Angebote, die an der Frau orientierte Medizin, beeindruckte die Frauen“, resümierte sie.

Von Georg Müller

Auch interessant

Meistgelesen

"Sonst wäre ich nicht mehr da"
"Sonst wäre ich nicht mehr da"
Eine Lehrstunde im Auwald
Eine Lehrstunde im Auwald
Plastik kommt mir nicht in die Tüte !
Plastik kommt mir nicht in die Tüte !
Winterzauber
Winterzauber

Kommentare