In der neuen Notaufnahme am Krankenhaus sind Warte- und Behandlungsbereich klar getrennt

10 000 Notfälle im Jahr

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Fototermin im Schockraum: V.li. Anne Ertel, Pflegedienstleitung; Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Barbara Gilg, Gesundheits-/Krankenpflegerin; Sandra Buchner, stellv. Pflegedienstleitung; Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher Direktor, Chefarzt Klinik für Innere Medizin/Kardiologie; Thomas Schäfer, Pflegerische Leitung Notaufnahme und Martina Lang, Stellvertreterin; Sebastian Haider, Praktikant Rettungsdienst; Franziska Barthelmes, Gesundheits-/Krankenpflegerin.

Weilheim – Tritt ein akutes medizinisches Problem auf, das sofort behandelt werden muss, ist die Notaufnahme im Krankenhaus eine wichtige Anlaufstelle. Erst 2007 in Betrieb genommen, wurde sie in Weilheim im Zuge des Klinikumbaues komplett erneuert. Mit über 400 m2 Nutzfläche ist sie jetzt mehr als doppelt so groß wie vor der Sanierung.

Für den Krankenhaus GmbH- Geschäftsführer Thomas Lippmann ist die Notaufnahme die Visitenkarte einer Klinik, an der sich die Leistungsfähigkeit der Einrichtung messen lässt. „Wir haben dafür gekämpft, dass sie in das Sanierungsprogramm aufgenommen wurde“, zeigte sich Lippmann beim Pressegespräch einige Tage nach der Inbetriebnahme erleichtert. Neben der „exzellenten ärztlichen Versorgung in Kombination mit dem Pflegeteam“ sei nun auch die Infrastruktur auf dem neuesten Stand. Als „Highlight beim Krankenhausumbau“ und „unglaubliche Erleichterung, auch für das Personal“, bezeichnete Landrätin Andrea Jochner-Weiß die modernen Räumlichkeiten. Sie seien „längst überfällig“ gewesen. Von immer strengeren Anforderungen an die Kliniken – das Schaffen von Strukturen ist eine Voraussetzung dafür, dass das Krankenhaus Geld bekommt – berichtete der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Andreas Knez, der sich laut Lippmann besonders für die Erweiterung der zentralen Notaufnahme eingesetzt hatte.

Die täglich rund um die Uhr geöffnete Intensivstation mit acht Betten erfüllt nun alle Voraussetzungen, um die Patienten interdisziplinär behandeln zu können. Die sechs Erstaufnahme- und Untersuchungsräume, ein weiterer Untersuchungsraum mit Schleuse für infektiöse Patienten sowie ein OP-ähnlicher Schockraum sind an eine zentrale Monitorüberwachung angeschlossen. Die Röntgenabteilung des Krankenhauses und das radiologische Zentrum Weilheim sind jetzt schneller erreichbar. Der von den Behandlungsräumen getrennte Anmelde- und Wartebereich soll bis zum Herbst fertiggestellt sein.

Die neue Notaufnahme kostet den Landkreis viel Geld, die Baukosten betragen 3,2 Mio. Euro. Übers Jahr werden circa 10 000 Notfälle versorgt, die Hälfte davon wird im Krankenhaus stationär weiter behandelt. Als häufige Notfälle werden akute Herzbeschwerden, Schlaganfälle, Frakturen, Schnittverletzungen, Gefäßverschlüsse und Schmerzen im Bauchraum genannt.

Ein Arzt der Chirurgie und der Inneren Medizin ist stets vor Ort. Die fachliche Leitung obliegt den Chefärzten der jeweiligen Fachabteilungen. Thomas Schäfer, pflegerischer Leiter, berichtete von deutlich besseren Arbeitsbedingungen in der neuen Notaufnahme, in der die Patienten von sechs Gesundheits- und Krankenpflegern versorgt werden.

Von Maria Hofstetter

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