Jung und alt fahren bald kostenlos

Kreistag beschließt Kostenübernahme für Seniorenticket und Schüler-Freizeit-Ticket

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Landkreis – Man hört es derzeit überall: der ÖPNV soll attraktiver gemacht und der Individualverkehr reduziert werden.

Auch der Landkreis Weilheim-Schongau verfolgt dieses Ziel. So beschloss der Kreistag in seiner letzten Sitzung, dass Landkreisbürger ab dem 60. Lebensjahr, die ihren Führerschein freiwillig abgeben, bis zu drei Jahre lang den RVO mit dem Seniorenjahresticket kostenlos nützen können. Das gemeinsame Projekt wurde den Landkreisen des Planungsverbandes der Region Oberland von der DB Oberbayernbus, Regionalverkehr Oberbayern GmbH, vorgeschlagen. Freie Fahrt haben Senioren somit in den circa 80 RVO-Linien der Region 17 einschließlich der ein-/ausbrechenden Linien.

Zwar wurde der Grundsatzbeschluss mit großer Mehrheit angenommen, allerdings gab es auch kritische Stimmen. Elke Zehetner (SPD) war sich beispielsweise „ziemlich sicher“, dass deswegen niemand seinen Führerschein abgeben werde. Ein Problem sah sie an der Altersgrenze. Diese ließe sich nicht ändern, wie Manfred Plonner, ÖPNV-Sachbearbeiter beim Landratsamt, erklärte, da sich der Landkreis an das bestehende Seniorenticket des RVO anhängen würde. Laut Landrätin Andrea Jochner-Weiß solle die Regelung zur Überbrückung genutzt werden, bis das Mobilitätskonzept für den Landkreis steht. Dieses befindet sich momentan noch in Arbeit.

Des Weiteren beschloss der Kreistag die Kostenübernahme für das Schüler-Freizeit-Ticket Oberland. Die Idee wurde ebenfalls durch Schreiben der DB Oberbayernbus angeregt. Mit dem neuen Monatsticket können alle Schüler ab 14 Uhr auf den RVO-Linien in der Region 17, sowie an Sonn- und Feiertagen als auch in den Schulferien ganztags, kostenlos fahren. Um das Ticket beim Busfahrer zu bekommen, müssen Interessierte lediglich ihren Schülerausweis oder ihre RVO-Schülermonatskarte vorzeigen. Brigitte Loth (BfL) befand den Antrag zwar allgemein für gut, zeigte sich aber über der Uhrzeit „unglücklich“. Im Hinblick auf das Thema Betreuung wäre es schön, wenn Kinder nach der Schule einfach „mit ihrem Spezi“ mitfahren könnten. Dem stimmte Jochner-Weiß zu, eine frühere Uhrzeit sei allerdings nicht möglich gewesen, da es sonst beim RVO Probleme mit den Kapazitäten geben würde. Auch in diesem Zusammenhang verwies die Landrätin auf das Mobilitätskonzept. Beide Beschlüsse sollen zum nächstmöglichen Zeitpunkt umgesetzt werden.

Von Sofia Wiethaler

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