Kreuze am Straßenrand – Ausstellung verdeutlicht jungen Fahrern Gefahren im Straßenverkehr

Schulleiter Dr. Burkhard Küster und Manfred Resch (ADAC, mi.) betrachten mit den Berufsschülern die Ausstellung. F.:mü

2009 ereigneten sich in Bayern unter Beteiligung junger Fahranfänger über 17 000 Verkehrsunfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen. 24 600 Menschen wurden verletzt, 251 getötet.

Die ADAC-Wanderausstellung „Schatten - Ich wollte doch leben“ will junge Fahrer ansprechen und aufrütteln. Der Gegensatz könnte nicht krasser sein. Vor der Schule prescht ein Fahrzeug mit heulendem Motor auf den belebten Parkplatz, im Flur stehen Schüler schweigend vor sechs lebensgroßen, schwarzen Silhouetten. Jede symbolisiert ein tragisches Schicksal, ein Kreuz am Straßenrand. Sie sind Teil der Wanderausstellung, die bis 26. November an der Staatlichen Berufsschule in der Kerschensteiner Straße verbleibt. Betroffen macht, dass sich jeder Unfall real ereignet hat. Texte erzählen die letzten Stunden der Toten. Unter ihnen sind Fahrer und Beifahrer. Schulleiter Dr. Burkhard Küster wies auf zwei tödliche Unfälle junger Fahrer im eigenen Umfeld und dem der Schule hin. „Die waren erst 20 Jahre alt und wollten auch weiterleben. Wir möchten euch mit dieser Ausstellung für das Thema sensibilisieren“, sagte er. ADAC-Südbayern Vorstandsmitglied Man- fred Resch wollte aufrütteln. „Auf den geschwärzten Silhouetten stehen Namen toter junger Menschen. Schaut sie euch an. Lest die Information und fragt euch: Könnten wir das nicht auch gewesen sein? Haben wir nicht ab und zu Glück gehabt? Müssen wir unser Verhalten ändern?“ Resch versteht die Ausstellung als Mahnung ohne erhobenen Zeigefinger. Die Schüler reagierten großteils sehr betroffen. „Mir kommen hier einige Situationen bekannt vor. Ich bin inzwischen viel ruhiger im Straßenverkehr als früher“, resümierte ein älterer Berufsschüler nachdenklich.

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