Im Landkreis kamen 2017 rund 44 760 Euro an Spenden für die Kriegsgräberfürsorge zusammen

Für den guten Zweck

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Aus dem Erlös der Gedenkkerzen-Aktion „Lichter für den Frieden“ konnten 2017 notwendige Instandhaltungsarbeiten an der Kriegsgräberstätte Schönau am Königssee im Berchtesgadener Land durch den Volksbund unterstützt werden.

Landkreis – 204 Sammler waren in Weilheim-Schongau unterwegs und baten um Spenden für die Kriegsgräberfürsorge.

Dieser Bitte folgten viele Landkreisbewohner und spendeten insgesamt rund 44 760 Euro. Aber auch Menschen aus anderen Landkreisen zeigten sich großzügig – der Bezirksverband Oberbayern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. konnte bei den Haus-, Straßen- und Friedhofsammlungen im Herbst 2017 erneut eine Ergebnissteigerung verzeichnen: „Das Sammlungsergebnis von 787 997 Euro bedeutet eine Steigerung um fast 15 000 Euro“, sagte der Bezirksvorsitzende des Volksbundes Heinrich Rehberg erfreut. Er dankte den freiwilligen Helfern und der großzügig spendenden Bevölkerung für das Engagement zugunsten der Kriegsgräberfürsorge. Insgesamt hatten sich 3 241 Menschen im Ehrenamt, insbesondere die Mitglieder der örtlichen Krieger-, Veteranen-, Reservisten- und Traditionsvereine, eingebracht. Auch die Bundeswehr konnte mit 179 047 Euro ihr Vorjahresergebnis steigern.

Getrübt wird die Freude durch die Verkaufszahlen der Gedenkkerzen-Aktion „Lichter für den Frieden“, die unter 30 000 Euro blieben und damit 13 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. „Die Erlöse dieser regionalen Aktion fließen in die bayerischen Kriegsgräberstätten, beispielsweise unterstützte der Volksbund mit diesen Geldern den Austausch der Schindeln in der Kriegsgräberstätte Schönau am Königssee. Es ist schade, dass der Kerzenverkauf, den viele noch von ihrer Schulzeit her kennen, in den letzten Jahren zurückgeht“, so Rehberg.

Umso wichtiger sei es, die Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbundes in den Schulen Oberbayerns noch bekannter zu machen: „73 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges muss den Schülern veranschaulicht werden, wie glücklich sie sich schätzen dürfen, in Frieden leben zu dürfen. In Schulprojekten wird der Volksbund Informations- und Erinnerungstafeln zu Kriegsgräberstätten erarbeiten und damit an die individuellen Schicksale der dort ruhenden Toten von Krieg und Gewaltherrschaft erinnern“, erklärte Rehberg.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde 1919 von Heimkehrern und Hinterbliebenen des Ersten Weltkrieges ins Leben gerufen. Er ist damit eine der ältesten Bürger-

initiativen in Deutschland. Zurzeit pflegt die Organisation in 46 Ländern auf 833 Kriegsgräberstätten die Gräber von über 2,7 Millionen Toten beider Weltkriege. Unverzichtbarer Bestandteil seiner Friedensarbeit sind Gedenk- und Bildungsveranstaltungen sowie ein internationaler Jugendaustausch.

Von Kreisbote 

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