Polizeipräsidium veröffentlicht Kriminalstatistik 2016

Mehr Straftaten im Landkreis

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Um 211 Straftaten stieg die Gesamtzahl der Delikte im Landkreis im Vergleich zur Vorjahreserhebung an.

Landkreis – In der vergangenen Woche wurde in Rosenheim die Kriminalstatistik für das südliche Oberbayern, und damit auch für Weilheim-Schongau, veröffentlicht. Sie verzeichnet für den Landkreis einen Anstieg der Straftaten.

Der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) zufolge belief sich die Gesamtzahl der Straftaten im vergangenen Jahr auf 4 811 Fälle. Das ist ein Anstieg um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Fallzahlen sind geringfügig niedriger, wenn die ausländerrechtlichen Delikte aus der PSK herausgerechnet werden. Die Gesamtzahl liegt dann bei 4 777 Straftaten. Ausgehend von den gesamten Fällen (also mit ausländerrechtlichen Delikten) konnten 66 Prozent davon aufgeklärt werden. Das bedeutet im Vergleich zur PKS im Vorjahr, dass 2,2 Prozent weniger Straftaten geklärt werden konnten.

Nicht in allen Bereichen zeigte die PKS im Landkreis die gleiche Entwicklung wie für das ganze südliche Oberbayern auf. So sind im Landkreis zum Beispiel die Wohnungseinbrüche, im Gegensatz zum übrigen Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd (das sind neun Landkreise und die Stadt Rosenheim), angestiegen. Auch die Zahl der Einbrüche in gewerbliche Objekte nahm im Landkreis zu. Eine ähnliche Tendenz zeigte sich bei der Gewaltkriminalität. Das Plus lag für den kompletten Bereich des Polizeipräsidiums bei 14,9 Prozent mehr Fällen und für den Landkreis bei 38,9 Prozent.

Bei den Diebstählen gab es einen leichten Rückgang um 7,3 Prozent zu verzeichnen. Dies traf auch auf den Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte zu (15 Prozent weniger). Bei den durch Zuwanderer begangenen Straftaten, insgesamt 438 Fälle, lag der Schwerpunkt im Bereich der Rohheitsdelikte (231 Fälle). 68 Prozent dieser Delikte passierten innerhalb einer Asylbewerberunterkunft. Die PKS zeigt aber auch, dass insgesamt im Landkreis 1 035 Rohheitsdelikte begangen wurden. Das ist ein Anstieg um 22,5 Prozent. In der überwiegenden Mehrheit konnte die Polizei diese Fälle aufklären.

Zur allgemeinen Sicherheitslage im südlichen Oberbayern erklärte Polizeipräsident Robert Kopp in einer Pressemitteilung: „In vielen Bereichen der polizeilichen Aufgabenbewältigung zeigen die gestiegene Terrorgefahr oder die Belastungen in Zusammenhang mit der Flüchtlingsthematik ihre Auswirkungen. Bei einem Vergleich der wesentlichen Fallzahlen und deren Entwicklung stellt man jedoch fest: Der Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd ist sicher!“ Positiv sieht Kopp auch, dass immer mehr Bürger die Notrufnummer „110“ wählen, um verdächtige Beobachtungen zu melden. In 297 Fällen führte dies schließlich zur Aufklärung einer Straftat.

Von Melanie Wießmeyer

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