Krippenausstellung im Dießener Pfarrmuseum

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Die „Bachene“ Krippe, also eine aus Lehm gebackene Krippe, stammt aus Krumbach vom Nagelschmied und Schnitzer Anton Schnitzler (1820-1899).

Dießen – Weihnachten ist die Zeit des „Kripperlschauens“. Auch in Dießen sind besondere Exponate zu bewundern, wie die berühmte Schmädl-Krippe in der Taufkapelle des Marienmünsters.

Aus dem Nachlass des ehemaligen Dießener Pfarrers Monsignore Heinrich Winterholler zeigt das Pfarrmuseum eine einzigartige Vielfalt. Dazu zählen Krippen aus unterschiedlichen Ländern und verschiedensten Materialien. Hier können Museumsbesucher die fröhlich bunte Krippe aus Lappland neben einer Bronzekrippe aus Obervolta bestaunen. Es gibt altbairische Krippen, eine feine Ebenholz-Abbildung aus Zaire oder prachtvoll bunte Figuren aus der Hand eines peruanischen Krippenkünstlers. Die von ihm geformten Menschen fallen durch ihre langen Hälse auf. „Für unsere Augen vielleicht etwas ungewöhnlich“, sagt Heinz Sattler, der sich um den Bestand der Krippen kümmert. Aber aufgrund ihrer Farbenpracht und der exotischen Darstellung ist diese Krippe ein außergewöhnliches Kunstwerk.

Die kleinste Abbildung ist in einer Nussschale drapiert, die gewaltigste besteht aus einer Ansammlung von 420 Figuren, die sogenannte „Gschwind”-Krippe, gesammelt vom ersten Dießener Pfarrer nach der Säkularisation, Ludwig Gschwind. Diese Krippe nimmt eine ganze Wand von über zehn Metern ein.

Doch auch lokale Künstler fertigten Krippen, wie etwa Oskar Nort aus Greifenberg. Seine Arbeit aus Papier, die weiße Krippe, befindet sich gleich im Eingangsbereich. Viele Exponate sind Leihgaben von Dießener Bürgern, erklärt Werner Häckl, der die Krippenausstellung mit organisiert. Auch eine weiß-graue Meerschaumkrippe aus Mineral von 1850 gibt es zu sehen. Sie ist so federleicht, dass sie auf dem Wasser schwimmt.

Das Pfarrmuseum mit der Krippenausstellung im Marienmünster ist von 14 bis 16 Uhr geöffnet: an den Samstagen 21./28. Dezember; an den Sonntagen 22./29. Dezember, am Donnerstag, 26. Dezember, im Januar am Neujahrstag und an den Samstagen 4./11. Januar, an den Sonntagen 5./12. Januar (letzter Öffnungstag) und am Montag, 6. Januar. Am 24./25. Dezember und an Silvester bleibt das Museum zu. Ein barrierefreier Zugang über den Eingang zur Kirche St. Stephan, Klosterhof 10, ist vorhanden.

Von Kreisbote

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