Zuspruch für Krippenbaukurs wächst – Prädikat "Beste Klasse 2017"

Vom "Krippenvirus" infiziert

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Die stolzen Krippenbauer 2017 mit Stadträtin Brigitte Holeczek und Krippenbaumeister Bahle (von links).

Weilheim – Viren sind wandlungsfähig – und in der Kreisstadt hält sich seit sechs Jahren eine Virenart besonders hartnäckig, der Krippenvirus.

Nicht nur, dass Weilheim einen eigenen Krippenweg hat. Es gibt auch einen Krippenbaukurs, dessen Plätze limitiert und stets ausgebucht sind. Immer kurz vor dem ersten Advent werden die fertigen Produkte der Öffentlichkeit im festlich-besinnlichen Rahmen vorgestellt. Vor Kurzem wurden die sechs neuen Krippen im Foyer der Hardtschule gesegnet. Der Kurs unter der Regie des Heimat- und Trachtenvereins übertraf sich diesmal selbst. Vorstand Martin Schwarzenbrunner war so begeistert, dass er abweichend vom Programm als Erster das Wort ergriff. „Schaut´s euch an. Da wird ein Traum wahr, wenn man sich das anschaut. Wenn die Pisa-Jury diese Klasse, die Ergebnisse und ihre Lehrinhalte – Architektur, Holzbaukunst, künstlerisches Gestalten – prüfen würde, dann wäre das Prädikat ‚Beste Klasse 2017‘ fällig“.

In ihrer Begrüßung sprach Stadträtin Brigitte Holeczek die sichtbar gestiegene Zahl der Gäste bei der Krippenpräsentation an. „Sie wächst von Jahr zu Jahr. Das liegt auch daran, dass ehemalige Teilnehmer wiederkommen und ihre Krippen erneut segnen lassen. Der Kurs ist ausdrücklich kein Modellbau-Event, deswegen bitten wir um den kirchlichen Segen.“ Den gab es dann in ökumenischer Form. Kaplan Helmut Wißmiller wählte dazu eine Lesung aus dem Matthäus-Evangelium. Pfarrer Jost Hermann, selbst Kursteilnehmer, beschrieb die Krippen als „Weihnachtspredigten“ zum Anfassen und die bewusst einfache Bauart als Botschaft: „Gott kommt in die Welt, das Leben geht weiter“.

Lob für die Krippenbaulehrer kam von Seiten der Kursteilnehmer. „Das ist wirklich gigantisch, was sie uns gelehrt haben. Besonders schön war, dass sie uns kritiklos die eigenen Vorstellungen umsetzen ließen“, sagte Ursula Krötz.

Musikalisch umrahmt wurde die Segnung durch die Ammertaler Hausmusik. In einem Nachwort wies der zweite Vorstand Xaver Kastl auf die Münchener Krippenfreunde hin, die anlässlich ihres 100. Gründungsjubiläums die Ausstellung „100 Krippen aus 300 Jahren auf 700 Quadratmetern“ in der Rathausgalerie eröffneten. Darunter sind auch zwei Leihgaben aus Weilheim zu sehen. Sie läuft noch bis zum 4. März 2018.

Von Georg Müller 

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