Wann geht‘s weiter?

Kritik der Feuerwehr Murnau an Bürgermeister

Symbolfoto: Gebäude mit der Aufschrift Feuerwehr.
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Wegen der Terminverschiebung des Arbeitskreises Feuerwehrbedarfsplan werden der Murnauer Bürgermeister und die Marktgemeinderäte kritisiert.

Murnau – Ein Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Murnau ist schon seit geraumer Zeit ein Thema. Eine Terminverschiebung des Arbeitskreises Feuerwehrbedarfsplan führte nun zu Unverständnis.

Schon im Herbst 2020 sollten „die Bagger rollen“. Das habe Rolf Beuting, Bürgermeister Murnaus, bei der Jahreshauptversammlung beziehungsweise Dienstversammlung angekündigt, teilt Michael Hosp, Referent für das Feuerlöschwesen und Katastrophenschutz der Marktgemeinde, mit. Das derzeitige Feuerwehrgerätehaus entspricht in vielen Punkten nicht mehr den heutigen Anforderungen.

Daher besteht dringender Handlungsbedarf. Bereits vor mehreren Jahren wurde auf diese Zustände aufmerksam gemacht, aber es tat sich nichts – heißt es auf der Internetseite der Freiwilligen Feuerwehr. Nun wurde auch der Arbeitskreis auf einen anderen Termin vertagt. Nicht mehr für den 19. Mai, sondern für den 14. Juni dieses Jahres ist das Treffen angesetzt. Die Verschiebung wurde mit einer Terminüberschneidung begründet. Jedoch stieß dieser Umstand nicht bei jedem auf Verständnis.

Hosp übte scharfe Kritik in Form einer E-Mail an Bürgermeister Beuting und den Gemeinderat. In dieser bekundet er sein Unverständnis für die Verzögerung, in der er eine Art Taktik des Bürgermeisters sieht. Hosp weist zwar auf die große Verantwortung, und auch die vielen Projekte, die der Rat zu stemmen hat, hin – trotzdem sollte der Neubau des Gerätehauses nicht in Vergessenheit geraten oder hinausgezögert werden. Handlungsbedarf sei dringend vorhanden, um den Schutz der ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder bewerkstelligen zu können. Zudem betonte er, dass die Verantwortung, die man gegenüber den minderjährigen Jugendfeuerwehrmitgliedern habe, von großer Bedeutung sei. „All diese aktiven Feuerwehrfrauen und -männer haben ein Recht darauf, Ihren Feuerwehrdienst unbeschadet und unfallfrei verrichten zu können“, so Hosps Worte. Er sieht die Gefahrenquelle als „großes Organisationsverschulden der Gemeinde“. Hierbei legt er auch ein Augenmerk auf die Größe der Feuerwehr. Mit knapp 300 Einsätzen im Jahr sei die Feuerwehr Murnau eine „Stützpunktfeuerwehr“, deren Aufgabengebiet breit gefächert und mit Gefahren für Leib und Leben verbunden ist.

Die Lösung des Problems rückt durch die Terminverschiebung erneut weiter in die Ferne. Daher fordert Hosp die Beteiligten auf, „unverzüglich das Notwendige einzuleiten um zeitnah, spätestens nach den Sommerferien 2021, mit dem Architektenwettbewerb zu beginnen, damit Ende nächsten Jahres der Spatenstich des neuen Gerätehauses stattfinden kann“

Von Kreisbote

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