Kultureller Mittelpunkt – Förderkreis Neugestaltung des Stadtmuseums stellt Konzept vor

„Wir waren heute mit der Klasse im Stadtmuseum“, erklärt der Schüler, wenn er mittags nach Hause kommt. „Und, wie war es?“ fragt die Mutter. Das Kind verdreht die Augen: „Todlangweilig!“

Solche, oder so ähnliche Szenen spielen sich ab, wenn der gemeine Weilheimer Schüler seinen Pflichtbesuch im Stadtmuseum absolviert hat. Doch so soll es nicht bleiben. Der Förderkreis Neugestaltung des Stadtmuseums Weilheim will dem in die Jahre gekommenen Haus am Marienplatz neuen Glanz verleihen. Ein Konzept stellte der Kreis um Kulturreferentin Ragnhild Thieler bei der Weilheimer Kulturnacht im Stadtmuseum vor. Manfred Bögl, Vorsitzender des Verschönerungsvereins und Mitglied im Förderkreis, erklärte bauliche Veränderungen im Erdgeschoss. Die öffentlichen WCs sollen einem museumspädagogischen Raum weichen, der neue Haupteingang gegenüber der Sparkasse zu finden sein. Die Brüder Körting von der Münchner Firma P.Medien präsentierten eine eindrucksvolle Multimediaschau. Das junge Team hat ein Konzept entwickelt, das zeigen sollte, wie man die einzigartigen Exponate im Stadtmuseum in Zukunft besser zur Schau stellt. Dabei sollen moderne Medien in den Raum integriert und Bildschirme in die Wände eingelassen werden. Mit Bild, Projektion, Licht und Ton werden Informationen zur Weilheimer Geschichte und zu Künstlern eindrucksvoll vermittelt. Der Raum kann in verschiedene Farben getaucht und einzelne Exponate gezielt angestrahlt werden, während audiovisuelle Hintergrundinformationen den Besucher in die Geschichte einführen. Auf Grund dieser Technik wäre es möglich, auch Werke Weilheimer Künstler zu zeigen, die nicht in Weilheim, sondern in München zu finden sind. Originale können vor Ort gescannt und im Stadtmuseum als 3D-Animation am Bildschirm präsentiert werden. Der Förderkreis betonte, dass dies eine Möglichkeit für das kleine Museum sei, sich zu öffnen und mit dem was es hat zu punkten, auch bei auswärtigen Besuchern. Entschieden sei hierbei noch nichts, es gehe vielmehr darum, Möglichkeiten aufzuzeigen.

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