Kulturpreisträger ist renommierter Musikwissenschaftler und Komponist

Der Orgelmusik verschrieben

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„Ich fühle mich sehr geehrt.“ Professor Robert Maximilian Helmschrott (2.v.li.) im Kreise der Bürgermeister Markus Loth (li.), Horst Martin und Angelika Flock.

Weilheim – Sichtlich gerührt nahm Professor Robert Maximilian Helmschrott in der Weihnachtssitzung des Stadtrates den Kulturpreis 2014 entgegen und machte Weilheim gleich ein doppeltes Geschenk: Er gab den mit 1000 Euro dotierten Preis an den Förderkreis der städtischen Musikschule weiter und spendete zusätzliche 1000 Euro für den Internationalen Orgelsommer in Weilheim.

Mit Helmschrott ehrte die Stadt einen Komponisten, der in vielen musikalischen Zentren der Welt aktiv gewesen ist und seinem Geburtsort großes Ansehen gebracht hat, wie Bürgermeister Markus Loth in seiner Laudatio hervorhob. Der gebürtige Weilheimer schrieb liturgische Musik, Chor- und Kammermusik sowie Orchesterwerke. Einen Großteil seines Schaffens widmete der heute 76-Jährige der Orgelmusik.

„Ihre große Zahl an Kompositionen ist ein wesentlicher Bestandteil der deutschen ‚klassischen Moderne‘ der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“, zollte ihm Bürgermeister Loth Respekt.

13-Jährig spielte Helmschrott bereits die Orgel in seiner Heimatpfarrei St. Pölten, bevor es ihn 1957 in die weite Welt hinaus zog. Nach seiner Studienzeit, die ihn neben München in Länder wie Italien, Frankreich und in die USA führte, übernahm Helmschrott diverse Organistenstellen, wechselte erst an das Richard Strauß Konservatorium und 1972 an die Münchner Hochschule für Musik und Theater, deren Präsident er von 1995 bis 2003 war. In der Verbandsleitung der Münchner Tonkünstler war Helmschrotts fundiertes Wissen ebenso gefragt wie im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks, dem er heute noch angehört. Bürgermeister Loth zitierte den Träger des Bundesverdienstkreuzes mit den Worten: „Letzten Endes muss es der Musik darauf ankommen, den Menschen zu verwandeln.“

Weilheims neuer Kulturpreisträger fühlte sich geehrt. Umso mehr, als ihn der Weilheimer Chorkreis, den er stets künstlerisch gefördert hat, mit dem Ständchen „Über Gebirg Maria geht“ überraschte. Helmschrotts Aufenthalt in Weilheim war wegen eines anstehenden Operationstermins nur von kurzer Dauer. „Die Landschaft und die besondere Atmosphäre im Pfaffenwinkel“, sagte der vielfach Ausgezeichnete zum Abschied, „haben mich immer begleitet."

Von Maria Hofstetter

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