»Wer liest, der wächst«

Kulturpreis des Landkreises geht an die Verantwortlichen der Weilheimer Hefte

Andrea Jochner-Weiß, Friedrich Denk und Christian Rühle.
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Andrea Jochner-Weiß übergab den Kulturpreis an die Vertreter für alle, die am Entstehen der Weilheimer Hefte beteiligt sind: (v.li.): Friedrich Denk und Christian Rühle.

Landkreis – Der Kulturpreis des Landkreises ging diesmal erstmals an ein Literaturprojekt.

Seit 40 Jahren schon gibt es die Weilheimer Hefte. Mittlerweile sind sie auch weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Werden sie doch mit „gewaltigem persönlichen Einsatz“ von den Deutschlehrern des Weilheimer Gymnasiums herausgegeben, wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß in der letzten Kreistagssitzung erklärte. Damit hätten sie schon vielen Schülergenerationen die „vielseitige deutsche Gegenwartsliteratur näher gebracht.“

Alles was Rang und Namen in der deutschsprachigen Literaturszene seit 1980 hat, wurde eingeladen, sich den Jugendlichen bei einer Lesung vorzustellen. In den Weilheimer Heften, 75 sind bisher erschienen, wurde eine kleine Auswahl der literarischen Werke gedruckt und anschließend im Deutschunterricht behandelt. Insgesamt, so Jochner-Weiß, habe es die vergangenen vier Jahrzehnte 118 Veranstaltungen mit rund 55 000 Zuhörern im Rahmen der Weilheimer Hefte gegeben. Diese Arbeit gehe weit über die Aufgabe eines Deutschlehrers hinaus. Zudem wird im Rahmen der Weilheimer Hefte auch alle drei Jahre der Literaturpreis an einen Schriftsteller vergeben. Die Jury besteht dabei aus SchülerInnen des Gymnasiums. Heuer musste die Verleihung allerdings ausfallen. Auch die Feier zum 40-jährigen Jubiläum konnte coronabedingt nicht stattfinden.

Entgegen genommen wurde die Urkunde und die 3 000 Euro, die mit dem Preis verbunden sind, von Gründer und Ideengeber Friedrich Denk sowie dem Leiter der Fachschaft Deutsch Christian Rühle. Letzterer dankte im Namen der Fachschaft, welche die Weilheimer Hefte „am Leben erhalten“ würde. Für ihn sei es ein wichtiges Projekt, denn: „Wer liest, der wächst.“ Auch Denk zeigte sich dankbar. Der Preis sei eine Ermunterung für die heutige Redaktion, dieses einmalige schulische Leseförderungsprojekt auch im digitalen Zeitalter lebendig zu halten.

Von Stephanie Novy

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