Kulturstiftung sucht Förderkandidaten – Peißenberger Rathaus nimmt bis 30. September Vorschläge an

Suchen nach jungen Künstlern, die für die Förderung der Kulturstiftung in Frage kommen: Bürgermeisterin Manuela Vanni und Johannes Pfleger. Vorschläge für Bewerber können bis zum 30.September in der Rathausgeschäftsstelle bei Johannes Pfleger eingereicht werden. Kontakt: 08803/690119 oder Johannes.Pfleger@peissenberg.de. Foto: Jepsen

Sie wurde 2007 zur finanziellen Unterstützung junger Künstler aus der Taufe gehoben, und vor zwei Jahren wurden an die Künstlergruppe „die treppe“ bereits die ersten Fördergelder ausgeschüttet. Doch so richtig etabliert hat sich die gemeinsame Kulturstiftung von der Marktgemeinde und den Vereinigten Sparkassen in der Öffentlichkeit bislang noch nicht.

Der Bekanntheitsgrad ist nach wie vor relativ gering. Im letzten Jahr musste sogar notgedrungen auf eine Ausschüttung verzichtet werden. Der Grund: Beim Stiftungsvorstand ging lediglich ein Vorschlag ein – und der wurde vom Gremium als nicht förderungswürdig eingestuft, weil die Kriterien nicht erfüllt waren. Auch für dieses Jahr gibt es noch keine Vorschläge, wie die Mittel verwendet werden sollen. „Ich habe das Gefühl, dass es in den Köpfen noch gar nicht verankert ist, dass man in Peißenberg für Kunst und Kultur Unterstützung bekommen kann“, rührte Bürgermeisterin und Stiftungsvorsitzende Manuela Vanni bei einem Pressegespräch im Rathaus noch einmal die Werbetrommel für die Kulturstiftung. Zweck der Einrichtung ist die Förderung heimischer Nachwuchskünstler aus den Bereichen der bildenden Kunst und Musik. Den jungen Talenten, gemeint ist die Zielgruppe unter 30 Jahren,soll die Möglichkeit gegeben werden, sich mit ihren Werken in Peißenberg zu präsentieren und ihre Fähigkeiten zu schulen. Der Wohnsitz der Künstler muss nicht zwingend in der Marktgemeinde liegen, allerdings sollte die künstlerische Tätigkeit eng mit dem Ort verbunden sein. Wie die Rathauschefin berichtete, gibt es derzeit in Peißenberg allerdings keine greifbare Kunstszene, sondern nur Einzelakteure: „Es ist relativ schwierig an die Künstler ran zu kommen.“ Im letzten Herbst hatte Vanni zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen, doch die Resonanz war eher spärlich. Auch von den Schulen und dem Jugendzentrum kam bislang nur wenig Rückmeldung. „Es wurden nur einzelne Schüler vorgeschlagen, aber keine Projekte“, bedauert der Hauptamtsleiter im Rathaus, Johannes Pfleger. Den Bestand der Stiftung in Frage stellen wollen die Verantwortlichen deswegen allerdings nicht: „Wir gehen davon aus, dass die Stiftung für die Ewigkeit geplant ist“, bestätigte Sparkassenvorstand Markus Lanz. Das öffentlich-rechtliche Kreditinstitut hat das Grundkapital von 50 000 Euro zur Verfügung gestellt. Je nach Zinslage ergibt sich daraus ein Betrag von knapp 1 000 Euro pro Ausschüttung. „Mit dem Geld kann man schon was anfangen, aber es muss auch abgeholt werden“, so Bürgermeisterin Vanni.

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