Musik, Bilder, Baudenkmäler, Wein – 2 000 Besucher genießen Tag voller Kultur

"Da capo!" Kulturtag

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Das Jugendblasorchester des Musikvereins gab im Klosterhof ein Konzert beim dritten Pollinger Kulturtag.

Polling – Das über 1 000 jährige Klosterdorf hatte zum dritten Kulturtag eingeladen und rund 2 000 Besucher aus dem Oberland kamen und genossen die in 15 Anlaufstationen gebotene Kultur in vollen Zügen.

Bereits lange vor dem offiziellen Auftakt belebten kleine Karawanen (Familien, Freundeskreise) den alten Prälatenweg zwischen Weilheim und dem Klosterdorf aufs Neue, Autos rollten auf Parkplatzsuche die Zufahrtsstraßen in Richtung Klosterbereich entlang. „Polling hat viel zu bieten, vor allem Kultur. Ich wünsche allen Besuchern einen wunderschönen Tag“, begrüßte Bürgermeisterin Felicitas Betz die erwartungsvoll gestimmten Gäste. Kulturreferent Michael Jarnach fasste sich kurz, mit Hinweis auf das folgende „Konzert für 12 Traktoren“ des schwedischen Komponisten Sven-Åke Johansson. Wer sich darunter nichts vorstellen konnte, hatte schnell die Gelegenheit das herauszufinden. Johansson verwandelte den Klosterhof in einen Konzertsaal in dem die Pollinger Oldtimer Bulldogs aus den 1950er Jahren sowohl als „Solisten“ wie auch im Zusammenspiel als „Sound-Orchester“ der besonderen Art für Furore sorgten. Danach wetteiferten Musikdarbietungen des Musikvereins im Klosterhof, Führungen durch das Pollinger Museum, die Stiftkirche, den Bibliothekssaal, die Alte Ziegelei, Verkostungen Meraner Weine durch die Weinbruderschaft, Ausstellungen von Bernd Zimmer, Jürgen Schütt und Peter Schmid um die Aufmerksamkeit der Gäste. Michael Jarnach erklärte im Fischerbau die monumentale Lichtskulptur des amerikanischen Künstlers Dan Flavin, beim Literaturtreff im Prälatensaal wurden launige „Pollinger G´schichten von gestern und heut“ vorgetragen und…

Der dritte Pollinger Kulturtag in Bildern

Wer wollte, konnte im schattigen Klosterbereich mit Kaffee, Torte und Kuchen genießerisch entspannen. Sehenswertes wurde aber auch an den Stationen im Außenbereich geboten. Die Wege dahin, etwa zum Tuffsteinbruch Lindner, dem Molkereimuseum und Minis Raritätenstadl mit unzähligen Sammlerstücken verkürzte ein im Shuttledienst eingesetzter kostenloser Oldtimerbus. Höhepunkt und Magnet für die kleinen Gäste war das Kasperltheater von und mit Dr. Döblinger im Hof des verstorbenen Altbürgermeisters Dominikus Weiß. Das bayerisch gefärbte Stück „Der verschossene Fußball“ faszinierte bis zum, natürlich guten Ende.

Würdiger Höhepunkt zum Ende des dritten Kulturtags bildete das abendliche Konzert in der Stiftskirche Heilig Kreuz mit Prof. Irmtraud Tarr (Orgel) und Sopranistin Andrea Jarnach. Kein Wunder, dass das Resümee der Veranstalter nur positiv ausfallen konnte. „Wir hatten etwa 2 000 gut gelaunte, beeindruckte Besucher (hochgerechnet durch verkaufte Festzeichen) und dazu Traumwetter. Alle Beteiligten waren sehr zufrieden“, zog Bürgermeisterin Felicitas Betz Bilanz.

Von Georg Müller

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