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Kundgebung am Marienplatz Weilheim des Aktionsbündnises Werdenfelsbahn

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Von: Sofia-Leonie Wiethaler

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Kundgebung am Marienplatz Weilheim
Am Ende der Kundgebung am Marienplatz machte MdL Andreas Krahl noch ein Drohnenfoto der Teilnehmer. © Krahl

Weilheim – „Wer Straßen sät wird Autos ernten“, so die Worte von Wielenbachs Bürgermeister Harald Mansi, der neben anderen Rednern bei der Kundgebung sprach.

Im Vorfeld hatte das Aktionsbündnis Werdenfelsbahn, ein landkreis- und länderübergreifender Zusammenschluss von Grünen Kreisverbänden aus München, Starnberg, Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen und Tirol, zu einer Sternfahrt mit dem Zug eingeladen, die in München und in Garmisch-Partenkirchen begonnen hatte und in Weilheim zusammenlief. Gefordert wird insbesondere der zuverlässige Halbstundentakt der Werdenfelsbahn. Der erste Redner auf dem Marienplatz war Norbert Moy, Vorsitzender PRO Bahn Oberbayern e.V. Laut ihm sind die Fahrgäste der Bahn an sich geduldig und „sehr“ leidensfähig. Nun würde die Stimmung aber kippen. Die Menschen müssten rechtzeitig zur Arbeit und zur Schule kommen. Es gebe ein strukturelles Problem bei der Deutschen Bahn. Moy sprach sich unter anderem für einen Wiederaufbaufonds für die Werdenfelsbahn aus. Zur Finanzierung sollten die Mittel für den B2 Ausbau umgeschichtet werden.

Ebenfalls deutlich gegen den B2 Ausbau positionierte sich Wielenbachs Bürgermeister Mansi. Für ihn bedeutet das auch: „Keine Umfahrung für Weilheim.“ Um vom Individualverkehr wegzukommen, sei der zweigleisige Ausbau der Werdenfelsbahn „sicherlich alternativlos“, fand der SPDler.

Laut Dr. Jutta Steinbrecher, Kreisverbandsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen Garmisch-Partenkirchen, müsste Zugfahren überall barrierefrei möglich sein. Zudem sollten auch Fahrräder problemlos mitgenommen werden können. Sie selbst arbeite viel im Raum München. Dort mit dem Zug Termine wahrzunehmen sei momentan eine „sportliche Leistung“. Den meisten Menschen sei das einfach zu anstrengend.

Als letzter Redner sprach Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen im bayerischen Landtag. Jede neu geplante Straße würde bedeuten, dass dort auch mehr Autos fahren werden. „Wir können der Verkehrslawine gar nicht mehr hinterher bauen“ – es müsse umgedacht werden. Er sei felsenfest davon überzeugt, dass erst ein entsprechendes Angebot geschaffen werden müsste. Dann käme auch die Nachfrage.

Trotz immer wieder einsetzendem leichten Regen war die schon seit mehreren Monaten geplante Veranstaltung gut besucht und die Teilnehmer pflichteten den Rednern des Öfteren lautstark bei.

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