Begegnungen mit zeitgenössischer Kunst in der Stadthalle Weilheim vom 23. bis 25. Juni

Kunstmesse kommt wieder

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Informierten im Stadtmuseum über die zweite Auflage der Kunstmesse und weitere Aktivitäten des Kunstforums Weilheim: V. li. Andrea Kreipe, Heide Karin Konwalinka, Susanne Köhler, Frank Fischer, Christian Bolley und Wolf Schindler.

Weilheim – Mit seiner ersten Kunstmesse im Sommer 2015 hat sich das Kunstforum Weilheim überregional Aufmerksamkeit gesichert. Das Echo war so positiv, dass der Verein für Juni eine Wiederholung plant. Friedrich Denk, der heute in der Schweiz lebt und zu Weilheim noch enge Beziehungen pflegt, wird die Schirmherrschaft für das Großprojekt übernehmen.

Eine Fachjury hat aus 91 Bewerbern 52 professionelle bildende Künstler ausgewählt, war kürzlich bei einem Pressegespräch im Stadtmuseum zu erfahren. Etwa die Hälfte davon kommt aus der Region um Weilheim, die andere Hälfte aus dem übrigen Bundesgebiet. Gezeigt werden vom 23. bis 25. Juni neben Malerei, Grafik, Objektkunst, Bildhauerei und Fotokunst auch Goldschmiedearbeiten. In der Stadthalle werden dazu 41 Kojen aufgebaut. Bei der Premiere zählten die Veranstalter an drei Ausstellungstagen rund 2 000 Besucher. Von der zweiten Auflage der Messe erhoffen sich die Initiatoren ebenfalls eine große Strahlkraft, die weit über die Region hinausreicht.

In Weilheim, stellt Andrea Kreipe fest, die mit Marinus Wirtl (beide akademische Bildhauer) die Messe leitet, hat sich eine lebendige Künstlerszene etabliert. Zeitgenössische Kunst werde hier auf hohem Niveau geschaffen. Die Kunstmesse versteht Kreipe auch als „Türöffner in angrenzende Regionen“. Voraussetzung für die Teilnahme an der Messe ist, dass die Aussteller persönlich anwesend sind. Der Dialog mit dem Publikum und anderen Künstlerkollegen sei wichtig, findet Kreipe und verweist auf den wirtschaftlichen Gewinn für die Region: „Die Besucher konsumieren hier und besuchen noch andere historische Orte im Landkreis.“

Planung, Organisation und Durchführung der Messe werden von den Mitgliedern des Kunstforums bewältigt – viele hundert Stunden ehrenamtliche Arbeit kommen da schnell zusammen. „Unser Ziel ist, die Messe alle zwei Jahre zu veranstalten“, sagt die Vereinsvorsitzende Susanne Kohler. Auch, um die zeitgenössische Kunst in der Region bekannter zu machen, wie Vorstandsmitglied Frank Fischer ergänzt. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Kinder und Erwachsene werden von Museumspädagogen durch die Messe geführt. Das Stadtmuseum stellt seine Pläne vor, Schüler können im Rahmen eines Projektes ihre Werke zeigen. Schirmherr Friedrich Denk, der am heimischen Gymnasium lange Jahre als Studiendirektor tätig war und dort den „Weilheimer Literaturpreis“ initiierte, wird „von der Literatur zur Bildenden Kunst eine Brücke schlagen“, wie Mitorganisator Wolf Schindler in Aussicht stellt. Fördermittel sind beantragt, Sponsoren aus der Region werden mit ins Boot geholt.

Wie aktiv das Weilheimer Kunstforum das ganze Jahr über ist, lässt sich im Internet unter www.kunstforum-weilheim.de verfolgen. In der Galerie Kunstforum, Obere Stadt 30, stellt im monatlichen Wechsel eines der 63 Mitglieder seine Werke zur Schau. Aktuell lenkt die Wessobrunner Künstlerin RE-nata den Blick auf „Dinge aus Abfall“. Geöffnet ist Donnerstag bis Samstag von 16 bis 19 Uhr.

Das Bespielen einer Galerie „erfordert viel Eigeninitiative“, weiß die Vereinsvorsitzende Kohler. Die neu gewählte Vorstandschaft komplettieren Frank Fischer (zweiter Vorstand), Christian Bolley (Kassenwart), Wolf Schindler (Öffentlichkeitsarbeit) und Heide Karin Konwalinka (Schriftführerin).

Von Maria Hofstetter

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