Kunstrasen muss unbedingt weg – Kritik über zu wenig Info nach negativem Bodengutachten – Vorstandschaft im Amt bestätigt

Rainer Braun (dritter v. re.) wurde wie fast die komplette Vorstandschaft der Pollinger Fußballer im Amt bestätigt. Foto: Halmel

Erst einmal warten heißt es für die Fußballer des SV Polling auf den angekündigten Kunstrasenplatz. Bodenuntersuchungen beim Trainingsplatz, dem angedachten Standort dieses neuen Platzes, ergaben, dass der Untergrund dort instabil ist.

Dieser müsste vor dem Bau komplett ausgetauscht werden, was die Kosten des Projekts enorm in die Höhe treiben würde. Das teilte Bürgermeister Helmut Böhm den Fußballern auf deren Hauptversammlung mit. „Das Bodengutachten hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht“, begründete der Rathauschef warum die ehrgeizige Planung, die eine Eröffnung bereits im August vorsah, nicht einzuhalten ist. Die Gemeinde will jetzt Flächen östlich der Zufahrtsstraße in Richtung der B2 untersuchen lassen, die als Alternativstandort in Frage kämen. Sollte das Bodengutachten dort einen besseren Untergrund bescheinigen, sollen dann zügig die Grundstücke gekauft oder getauscht werden und mit dem Bau begonnen werden. „Wir werden bauen, was der Sportverein braucht“, versprach der Bürgermeister ohne jedoch auf Kosten oder einen konkreten Zeitraum einzugehen. Nicht ganz glücklich zeigten sich die Fußballer über die Verzögerung, aber auch über die Informationspolitik der Gemeinde. „Sie hat nicht zu wenig getan, nur zu wenig informiert“, erklärte Fußballchef Rainer Braun. Auch SVP-Vorstand Wolfgang Wohner wünschte sich mehr Offenheit bei dem Thema, auch in den Gemeinderatssitzungen. „Das Ganze war zunächst ein Rückschlag, aber es könnte auch zum Glücksfall werden, denn durch den Flächenzukauf kann das Sportgelände erweitert werden und dazu gibt es zusätzliche Fördermöglichkeiten“, versuchte Wohner der Umplanung mit Blick auf das Erweiterungsprojekt SVP 2020 etwas Positives abzugewinnen. Nach der ausführlichen Diskussion rund um das Thema Kunstrasenplatz, ging es bei der Hauptversammlung vor allem um die Berichte der Abteilungsleitung und die Wahlen. Die Pollinger Fußballer mit ihren 415 Mitgliedern verfügen derzeit über 13 Mannschaften mit zwanzig Trainern und Betreuern. Im abgelaufenen Jahr gab es unter dem Strich ein kleines Minus von 3 400 Euro. Bei den abschließenden Wahlen wurde die Vorstandschaft fast vollständig im Amt bestätigt. Rainer Braun bleibt weiter Abteilungsleiter. Ihm zur Seite stehen unverändert Christian Müller als zweiter Abteilungsleiter und Sabine Gerold als Jugendleiterin. Neu in die Führungsmannschaft wurde Andreas Henke als Kassier gewählt. Unbesetzt bleibt allerdings der Posten des Schriftführers. Der auf vier Beisitzer erweiterte Ausschuss besteht aus Leopold Mayr, Barnabas Baierlacher, Andreas Höldrich und Michael Seibold.

Auch interessant

Meistgelesen

"Der Tiger" ist wieder zu Hause
"Der Tiger" ist wieder zu Hause
Notlandung im Getreidefeld
Notlandung im Getreidefeld
Bauland wird immer teurer
Bauland wird immer teurer
Betrunkener 62-Jähriger kollidiert mit Gegenverkehr
Betrunkener 62-Jähriger kollidiert mit Gegenverkehr

Kommentare