LaBrassBanda feiert weiter – Und kommt am 27. Juli nach Benediktbeuern

"Die Freakshow trägt heut‘ Lederhos‘n"

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LaBrassBanda bringen Hallen und Zelte zum Kochen.

Region/Benediktbeuern – Ja, das Kribbeln sei schon wieder da, verrät Manuel Winbeck, Posaunist der oberbayerischen – tja, was? – Volksmusik-Band LaBrassBanda im Interview mit dem Kreisboten.

Ab Ende April sind die sieben Vollblutmusiker wieder auf Tournee, energiegeladen, kraftstrotzend, mitreißend und einfach nicht zu bremsen. Wobei „Volksmusik“ als Beschreibung der Band und ihrer Konzerte zu kurz greift. LaBrassBanda ist Energie pur. Eine einmalige Mischung aus bayerischer Volksmusik getunt mit Ska-Punk, Techno, Reggae und Brass. Das sagen Menschen, die bereits mit dabei waren, die mit leuchtenden Augen von Live-Konzerten erzählen, von schweißtreibenden Nächten, von Volksmusik-Bersekern und vogelwuiden Typen, die barfuß auf der Bühne die Konzerthallen und Bierzelte zum Kochen bringen. Barfuß ist Manuel Winbeck auch heute, auf dem Weg zur ersten Probe nach der Winterpause und etwas Zeit daheim. In rund zwei Wochen geht es wieder los: dann wird getourt bis in den Herbst hinein. „Endlich“, sagt er. „Denn auf der Bühne fühlen wir uns am wohlsten.“

Wie geht es Ihnen, so kurz vor Tourneestart? Die Posaune schon poliert? Die Bauwagen-Rakete gezündet?

Winbeck: „Ich freue mich, dass es wieder losgeht. Im letzten Jahr, unserem Jubiläumsjahr, waren wir viel unterwegs, und da tat eine Pause schon gut. Jetzt aber ist die Aufregung wieder da, auf der Bühne zu stehen, los zu spielen und zu schauen, wie unsere Musik bei den Menschen ankommt. Wir sind ja nicht ständig im Radio und den Medien präsent. LaBrassBanda muss man live erleben. Jedes Konzert ist neu, jeder Abend einmalig.“

Letztes Jahr hatte LaBrassBanda ihr 10-jähriges Jubiläum. Seit den ersten Auftritten 2007 ist viel passiert...

Winbeck: „Ja, ich bin selbst überrascht, wie schnell die Zeit verflogen ist. Wenn ich zurückblicke, wundere ich mich manchmal, wie frisch die Erinnerungen an bestimmte Ereignisse oder Konzerte sind. Als hätte ich das Gefühl für Zeit verloren. Das mag daran liegen, dass sich auf der Bühne nie echte Routine einstellt.“

Schaut man sich Ihren Termin- oder, besser gesagt, Tour-Kalender an, dann haben Sie sich auch für das 11. Jahr von LaBrassBanda einiges vorgenommen. 70 Konzerte, Festivals und Open-Airs in sechs Monaten - warum tun sie sich das an?

Winbeck: „Genau das ist es, was wir können und lieben. Live-Musik ist die DNA unserer Band. Es soll spannend bleiben um 8 auf d‘Nacht! Zum Terminkalender bleibt zu sage: Ja, es kündigt sich wieder ein tolles Tourneejahr an! Wir starten Ende April in Görisried und feiern bis Ende Oktober. Mit allen, die uns mögen und gerne Vollgas geben. Die Trachtler und die Hipster, die Jungs in Lederhosen und die Mädels im Motörhead-T-Shirt.“

Am 27. Juli ist auch das Open-Air im Maierhof des Klosters Benediktbeuern geplant. Eine besondere Location?

Winbeck: „Ja, unbedingt. Wir haben schon zwei Mal in Benediktbeuern gespielt. Und ich finde, dass der Ort eine ganz besondere natürliche Energie hat. Das ist wohl auch kein Zufall. Nicht nur dass der historische Vierkantbau einen schönen Rahmen abgibt. Man spürt eine ganz besondere spirituelle Kraft. Wir freuen uns sehr auf dieses Konzert.“

Was darf das Publikum von LaBrassBanda 2018 erwarten? Was bringen Sie alles mit - außer Schuhen natürlich!

Winbeck (lacht): „Stimmt, die Schuhe bleiben im Gepäck. In den kommenden Proben werden wir unser Bühnenprogramm zusammenstellen. Ein Mix aus Vertrautem und Neuem – es soll ja auch für eingefleischte Fans nicht langweilig werden. Wir stellen uns selbst auch die Frage, wie wir uns weiterentwickeln können, wollen als Musiker neugierig bleiben. Womöglich werden wir uns in der Ästhetik an den frühen Studio-Alben orientieren. Danach aber gibt es kein strenges Muster und wir lassen uns vom Zauber des Abends leiten.“

In Ihrem aktuellen Song „Indian Explosion“ nennen Sie sich selbst die ‚Freakshow mit den Lederhos‘n‘. Wie viel Freak steckt denn in LaBrassBanda?

Winbeck: „Ganz schön viel – und das lässt sich auch nicht einfach abstellen! Das ist wohl auch gut so. Ich finde, jeder von uns sollte ehrlich zu sich selbst sein und auch die seltsamen Elemente in seiner Persönlichkeit zulassen. Auf der Bühne dürfen wir das und haben die ehrenvolle Aufgabe, diese Überzeugung auch dem Publikum immer wieder zu übermitteln. Wir freuen uns über jeden Freak unter unseren Gästen!“

Herr Winbeck, vielen Dank für das Gespräch und LaBrassBanda eine spannende Tour 2018.

Lust auf eine vogelwuide Nacht mit den barfüßigen, Volksmusik-Freaks von LaBrassBanda? Am Freitag, 27. Juli, kommen die sieben Jungs ins oberbayerische Benediktbeuern. Karten gibt es beim Kreisboten Weilheim in der Sparkasse am Marienplatz oder unter Tel. 0881/686 -11 und -12.

Von Angelika Hirschberg

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