Gut besuchtes Treffen in Weilheim stand unter dem Motto "Land hat Zukunft"

Ein Tag Auszeit für die Landfrauen

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Karin Graf, Viola Führer, Maria Probst und Anneliese Schwaller (2.v.li. bis 2.v.re.) von den Ortsverbänden Peißenberg und Hohenpeißenberg an ihrem Verkaufsstand mit Kreisbäuerin Silvia Schlögel (re.) und Stellvertreterin Brigitte Albrecht.

Weilheim – Was gehört beim Osterfrühstück auf den Tisch? Die Gäste in der Stadthalle bogen sich vor Lachen, als Andrea Jochner-Weiß beim Landfrauentag die herzhaften Ostergenüsse ihrer Familie preisgab. „Bei uns gibt’s ein gebackenes Lamm aus Leberkäsbrät.“

Die stellvertretende Landrätin zeigte sich im Interview mit Kreisbäuerin Silvia Schlögel ebenso schlagfertig wie Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni, die mit ihrer Antwort „500“ der Frage nach der Anzahl bayerischer Käsesorten – gut 400 sind es – am nächsten kam. 

 „Wir sind eine von vielen Säulen auf dem Land und tragen zu dessen Zukunft bei“, hatte Schlögel den 270 Frauen zugerufen, die die Arbeit auf dem Hof einen Tag ruhen ließen, um sich mit Berufskolleginnen auszutauschen. Bevor sich die 270 Landfrauen gegen 16 Uhr auf den Heimweg machten, bekamen sie Ernstes, Unterhaltsames und Musikalisches geboten: Einen besinnlichen Got- tesdienst, umrahmt vom Landfrauenchor, eine Fragerunde mit Bundestagskandidaten, ermutigende Worte von Bezirksbäuerin Christine Singer zum Thema „Land hat Zukunft“. 

 Dass die Veranstaltung trotz der zeitgleichen Regionalkonferenz zum Ökolandbau in Oberhausen so gut besucht war, freute die Kreisbäuerin. Schlögel nutzte den Anlass, um auf die Forderung des Bayerischen Bauernverbandes zur Einführung des Faches „Alltags- und Lebensökonomie“ an allen Schulen und die laufende Unterschriftensammlung hinzuweisen. Viele wüssten heute nicht mal mehr, wie ein Kohlrabi aussieht, hat Schlögel beobachtet. Manche Besucherin wollte das gar nicht glauben und schüttelte verständnislos den Kopf.

Von Maria Hofstetter

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