Landfrauentag lockte am Dienstag viele Bäuerinnen in die Weilheimer Stadthalle

Ohne Ehrenamt geht gar nichts

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Haben sich ins Zeug gelegt: V.li. die Ortsbäuerinnen Irmi Pentenrieder, Fischen; Tanja Lang, Wielenbach; Anita Weber, Pähl; Anneliese Kratz, Raisting und die jeweiligen Ortsverbände.

Weilheim – Das Ehrenamt ist heuer bei den Landfrauen im Bayerischen Bauernverband ein großes Thema. Auch beim Landfrauentag in Weilheim wurde es deshalb ins Zentrum gerückt. „Gäbe es das Ehrenamt nicht, gäbe es auch diesen Landfrauentag nicht“, betonte die österreichische Bundesbäuerin Andrea Schwarzmann in der Stadthalle.

Die Umrahmung und Gestaltung übernahmen diesmal die Ortsverbände Wielenbach, Pähl, Fischen und Raisting. Sie legten sich dafür ziemlich ins Zeug. Bereits Anfang Dezember 2014 hatten sich die Bäuerinnen getroffen, um erste Ideen zu sammeln. „Wir haben eine Supergemeinschaftsaktion zusammengebracht“, freute sich die Ortsbäuerin von Fischen, Irmi Pentenrieder. So gab es einen Auftritt des „Luftpumpenorchesters“, untermalt von der Tritsch-Tratsch-Polka. Zudem wurde ein „Bäuerinnen-Zumba“ präsentiert. Geprobt haben die Landfrauen allerdings nicht allzu oft. „Der Spaßfaktor zählt“, sagte Pentenrieder.

Auch an den Ständen im Foyer der Stadthalle war einiges geboten. Osterschmuck, Kränze, Brot, duftendes Gebäck und vieles mehr boten die Landfrauen feil.

Kreisbäuerin Silvia Schlögel zollte den Ehrenamtlichen in der gut gefüllten Stadthalle ihren besonderen Respekt: „Da hängt viel dran, wenn man so einen Tag vorbereitet“, stellte sie anerkennend fest. Schlögel selbst ging beim Landfrauentag unter anderem auf die prekäre Lage der Hebammen ein. „Wenn es keine Hebammen im Landkreis gibt, wird es auch keine Geburten mehr im Landkreis geben.“ Dem Staat müsse hier eine flächendeckende Versorgung wichtig sein, mahnte sie. Im März wollen die Landfrauen Unterschriften an Gerda Hasselfeldt übergeben, Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Ein anderes drängendes Problem, das einige Orte im Landkreis nach wie vor haben, ist das langsame Internet. „Wenn beim Breitbandausbau nichts vorwärts geht, gibt es eine Flucht in die Stadt“, warnte Schlögel.

Eine 1000 Euro-Spende der Landfrauen ging heuer an die Klinikclowns.

von Roland Lory

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