Landkreis hat die Nase vorne – Antdorf, Burggen und Penzberg gewinnen Solarpreis

Im Solarpark Antdorf freuten sich die Sieger des Solarpreises. Ingo Martin (li., EWO) zeichnete (v.li) Josef Schuster (Bürgermeister Burggen), Peter Feldl (Bürgermeister Antdorf), Michael Asam (Bürgermeister Peiting) stellvertretend für die Bürger aus. Foto: Privat

Erstmals verlieh die Bürgerstiftung Energiewende Oberland (EWO) 2009 den Solarpreis. In diesem Jahr stammen die drei Gewinnergemeinden allesamt aus dem Landkreis Weilheim-Schongau.

Das Kriterium zur Vergabe des Preises ist der Zuwachs an installierten Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr und somit der Anteil am Beitrag zur Energiewende durch die Nutzung von Solarstrom. In der EWO-Region Oberland wetteiferten Gemeinden und Städte aus den Landkreisen Bad Tölz, Wolfratshausen, Weilheim-Schongau und Miesbach um den Spitzenreiterplatz in Sachen Stromerzeugung. Ingo Martin, Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung Energiewende Oberland und Regionalvorstand für den Landkreis Weilheim-Schongau, freute sich sichtlich über das große Engagement der Bürger und Kommunen, sich an der Energiewende zu beteiligen: „Diese Preisverleihung soll auch ein Ansporn für andere Gemeinden sein, aktiv die Energiewende in den Kommunen voranzutreiben“, so Martin in seiner Begrüßungsrede. Der erste Platz ging an die Bürger von Antdorf mit einem Zubau von 3,7 MWp (Maximalleistung in Watt). Insgesamt erzeugt die Gemeinde so viel Strom, dass der Strombedarf der Haushalte zu 340 Prozent befriedigt werden könnte. Ungefähr 3 050 Tonnen CO2 werden dadurch vermieden. In Antdorf ist seit dem Jahr 2011 ein Solarpark mit einer Gesamtleistung von jährlich etwa 3,8 Millionen Kilowattstunden am Netz. Dies entspricht dem Stromverbrauch von ungefähr 1 000 Haushalten. „Wir sind jedoch auch stolz auf das Engagement von privater Seite“, verwies Feldl damit auf den ebenfalls gestiegenen Zubau an privaten Photovoltaikanlagen. Auf den zweiten Platz schaffte es Burggen (1,5 MWp), Vorjahressieger Markt Peiting (1,56 MWp) holte Platz drei. „Die Daten beruhen auf den offiziellen Angaben der Bundesnetzagentur und sind für jedermann zugänglich“, so Manfred Zäh, der im Auftrag der Fachgruppe die Zahlen präsentierte. Mehr unter http://energiewende-oberland.de/.

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