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Das Massensterben stoppen

Für mehr Summ und Brumm in den Wiesen: Landkreis Weilheim-Schongau startet Aktion

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Heike Grosser, Andrea Jochner-Weiß, Barbara Kopf und Norbert Moser stellen die Aktion „Gemeinsam für Biene, Hummel und Co“ vor.

Landkreis – Die Biene steht mit vielen weiteren Insekten auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere, wie die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft berichtete. Dabei ist ihre Bestäubungsleistung für das Ökosystem von immenser Bedeutung. Diese alarmierende Nachricht erreichte auch das Landratsamt Weilheim-Schongau.

Zusammen mit den Kreisverbänden der Imker in Weilheim und Schongau, dem Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege, dem Landratsamt Landsberg am Lech und weiteren Unterstützern startete das Landratsamt die Aktion „Gemeinsam für Biene, Hummel und Co“. „Wir sind es unserer Natur und Umwelt schuldig, etwas zu tun“, betonte Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei einem Pressegespräch. Bereits jetzt gäbe es statt blühenden Wiesen vermehrt Maisfelder. Hier finden Insekten wenig Nahrung oder Lebensraum. Mit der Aktion wollen die Initiatoren die Bürger-

Innen darauf aufmerksam machen, etwas gegen das Insektensterben zu tun. Laut Jochner-Weiß fängt das schon im eigenen Garten oder auf dem Balkon an. Barbara Kopf, Mitglied der Verbandsleitung im Kreisverband Gartenkultur und Landespflege, möchte mit dieser Aktion die „Vier Bs – Bauer, Bürger, Bahn und Bauhöfe“, mit ins Boot holen und für das Thema sensibilisieren.

Geplant sind in diesem Jahr Veranstaltungen rund um die Themen Biene, Garten, Insektensterben und mehr. Den Auftakt zur Aktion bildet die Ausstellung „Die Bienen“ am 15. Mai, um 15 Uhr, im Zugspitzsaal des Landratsamtes. Norbert Moser, Kreisvorsitzender Imker Schongau und Bienensachverständiger, wird dort Rede und Antwort stehen. „Ein Drittel auf unserem Teller kommt von den Bienen“, so Moser. Sie haben ein sehr spezielles Bestäubungsverhalten und fliegen erst bei etwa 14 Grad aus, wohingegen eine Hummel schon bei zehn Grad ausfliegt und weniger anspruchsvoll ist.

Wie genau gestaltet man einen insektenfreundlichen Garten und was soll man lieber bleiben lassen? Hilfe bietet die Broschüre „Lust auf Natur in unseren Gärten“, die während der Ausstellung, aber auch in verschiedenen Gemeinden erhältlich ist. Heike Grosser, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege im Landkreis, erklärte, dass nicht jede vermeintlich gute Tat zielführend ist. „Wir wollen detailliertes Wissen vermitteln, das dann umgesetzt werden kann“, so Grosser. Schon eine kleine Pfütze reiche aus, um den Garten insektenfreundlicher zu gestalten. Ein wichtiger Punkt sei auch die Akzeptanz der Bürger für mehr Wildwuchs im Garten.

Laut Grosser sollte bei der Bepflanzung und Gestaltung des Gartens auf heimische Pflanzen zurückgreifen, Insektenvernichtungslampen vermeiden und Abgeblühtes im Herbst und Winter im Garten stehen lassen, damit „Biene, Hummel und Co“ wieder genügend Raum zum Leben haben.

Von Maria Lindner

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