Gefragter Wohnraum

Landratsamt stellt Mietanfrage zu Wessobrunner Klostergut

Das Klostergut in Wessobrunn
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Das Landratsamt hat Interesse an Räumlichkeiten im Wessobrunner Klostergut.

Wessobrunn – Nicht nur von privater Seite werden Mietanfragen an die Gemeinde Wessobrunn herangetragen.

Auch die öffentliche Hand würde gerne Wohnraum im Klosterort mieten. „Das Landratsamt hat Interesse und angefragt, ob Räumlichkeiten im Klostergut frei sind“, berichtete Bürgermeister Georg Guggemos bei der letzten Gemeinderatssitzung. Bei dem Interessenten aus der Weilheimer Behörde handelt es sich um das Ausländeramt, das nach Unterkünften für Flüchtlinge sucht. „Das Landratsamt wäre bei einer entsprechenden Mietdauer auch bereit Investitionen zu tätigen“, ergänzte Guggemos, der über das Thema auch mit Christoph von Armansperg vom Asylhelferkreis sprach. „Er ist alleine und hat keine Kapazitäten mehr frei“, erkannte der Rathauschef danach ein Betreuungsproblem. „Wenn sich der Asylhelferkreis nicht darum kümmern kann, muss es das Landratsamt machen“, sieht Guggemos in diesem Falle die Behörde in der Pflicht. Wobei die Betreuung nicht das Hauptproblem wäre. „Guten Gewissens kann ich in die Räumlichkeiten im Klostergut keine Leute reinlassen“, mahnte Michael Geburek, der Referent für das Klostergut, den schlechten Zustand der infrage kommenden Wohnung an. „Mit einer Vermietung verbauen wir uns eventuell langfristig eigene Pläne“, ergänzte Geburek.

„Wir könnten doch eine Vorort-Besprechung mit dem Landratsamt wegen der nötigen Investitionen machen, denn im derzeitigen Zustand sehe ich keine Chance für eine Vermietung“, regte Tom Füller an. „So ein Termin wäre durchaus sinnvoll“, unterstützte Guggemos die Idee. Mahnende Worte gab es allerdings von Leopold Hahn. „Solange wir nicht genau wissen, was wir machen wollen, sollten wir keine Verträge abschließen“, erklärte der Gemeinderat. „Wir können doch mit dem Landratsamt reden, vielleicht machen sie uns ein unschlagbares Angebot“, sprach sich Guggemos abschließend aber dafür aus, den Kontakt mit der Behörde zu suchen, um das Thema zu klären.

In der Zwischenzeit fand der Ortstermin im Klostergut, das die Gemeinde Ende 2018 per Erbpacht erwarb, statt. „Die Räumlichkeiten wurden besichtigt und jetzt werden die Handwerker einen Kostenvoranschlag für die Umbauarbeiten erstellen, auf dessen Basis dann der Mietpreis verhandelt wird“, berichtete Guggemos auf Nachfrage. Die endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen liegt dann beim Gemeinderat.

Von Roland Halmel

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