Handlungsleitfaden

Landratsamt Weilheim-Schongau informiert über Corona-Virus

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Das Landratsamt Weilheim-Schongau hat eine Bürgerhotline zum Corona-Virus eingerichtet.

Landkreis - Das Landratsamt Weilheim-Schongau hat eine Bürgerhotline in Bezug zu dem Corona-Virus eingerichtet. Zudem erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Stefan Günther worauf es zu achten gilt, um das Risiko einer Ansteckung zu verringern.

„Auf Grund der neuen Fälle von Corona-Virus in Italien und in anderen deutschen Bundesländern hat das Gesundheitsamt ab sofort eine Bürgerhotline eingerichtet“, wie Erika Breu von der Pressestelle des Landratsamtes mitteilt. Unter der Rufnummer 0881/6811717 ist diese erreichbar. Dort werden alle Fragen rund um das Corona-Virus beantwortet. Allerdings weist Breu darauf hin, dass aufgrund der hohen Nachfrage aktuell mit Wartezeiten gerechnet werden muss.

Zusätzlich gibt es einen Leitfaden von Dr. Günther zum richtigen Verhalten, denn eine Ausbreitung könne auch in der Weilheimer Region nicht ausgeschlossen werden.

1. „Machen Sie eine persönliche Risikoanalyse.“ Mit einer persönlichen Risikoanalyse könne man abschätzen, welche Vorkehrungen für jeden einzelnen sinnvoll sind. Eine Rolle spielen: Alter, Vorerkrankungen, Kinder oder pflegebedürftige Angehörige, die im Haushalt leben. „Je nach persönlicher Lebenssituation können Sie entscheiden, welche der nachstehenden Ratschläge für Sie sinnvoll sind.“

2. „Halten Sie Hygieneregeln ein.“ Dr. Günther rät zu häufigem und langem (30 Sekunden) Händewaschen mit Wasser und Seife. Statt in die Hände zu niesen oder husten, lieber in die Ellenbeuge oder ein Wegwerf-Taschentuch. Alternative Handgriffe, wie etwa die Fingerknöchel für Aufzugknöpfe, Ellenbogen für Türdrücker seien ebenfalls sinnvoll. „Versuchen Sie es sich abzugewöhnen mit den Händen häufig ins Gesicht zu fassen.“

Gesundheitsamtsleiter Dr.Stefan Günther

3. „Lassen Sie sich Grippe impfen.“ Mit der Grippeimpfung könne man die Doppelinfektion von Grippe und Corona zur gleichen Zeit vermeiden. „Erfahrungsgemäß verläuft die Corona-Infektion schwerer, wenn bereits andere Erkrankungen das Immunsystem schwächen“, weiß der Gesundheitsamtsleiter.

4. „Treffen Sie Vorkehrungen für den Fall einer Erkrankung.“ Wichtige Telefonnummern von Hausarzt, ärztlicher Bereitschaftsdienst, etc. sollten bereit liegen. „Wenn Sie ständig Medikamente nehmen müssen, stellen Sie sicher, dass Sie diese in ausreichender Menge daheim haben“, rät Dr. Günther.  Zudem sollte man sich  für den Fall, dass Schulen oder Kindergärten geschlossen werden müssen, überlegen, wie die Kinder betreut werden können, wenn man selbst weiter in die Arbeit gehen muss. „Sprechen Sie mit Freunden, Verwanden oder organisieren Sie eine Nachbarschaftshilfe.“

5. „Akzeptieren Sie Einschränkungen.“ Im Augenblick wisse niemand genau, wie schnell und wo sich das Coronavirus ausbreitet. „Die Behörden versuchen, die Lage permanent zu analysieren und die Maßnahmen zu treffen, die notwendig sind aber zugleich die geringsten Einschränkungen für das öffentliche Leben haben.“ Sollten die Behörden allerdings Reisewarnungen aussprechen, Schulen schließen oder den öffentlichen Nahverkehr einschränken oder Einrichtungen bzw. Gebiete abriegeln dann sollte dies akzeptiert werden, bittet Dr. Günther. „Solche Maßnahmen sind drastisch und wären eine erhebliche Einschränkung des öffentlichen Lebens. Gehen Sie davon aus, dass die Behörden derartige Entscheidungen nicht leichtfertig treffen und dass sie auch schnell wieder aufgehoben werden können, wenn sich alle Menschen daranhalten.“

6. „Informieren Sie sich unabhängig.“ Aktuell sind die Medien voll mit Informationen über das Corona-Virus, nicht alle davon seien gründlich recherchiert, warnt Dr. Günther. „Informieren Sie sich daher am besten über verlässliche Quellen, wie z.B. die Website www.infektionsschutz.de, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betrieben wird oder über das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege."

Von Kreisbote

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