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Landwirtschaftsschule verabschiedet 21 Studentinnen

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Von: Ursula Gallmetzer

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Absolventinnen der Landwirtschaftsschule
Schulleiter Dr. Stefan Gabler und seine Stellvertreterin Veronika Ostermeier (rechts) gratulierten gemeinsam mit Landrätin Andrea Jochner-Weiß (2.v.re.) den besten Absolventinnen (v.li.): Katja Ruhdorfer (1,11), Anna Sirch (1,33), Maria Mayr (1,37), Johanna Dreher (1,11), Katharina Schwaller (1,33) Regina Mair (1,33). © Gallmetzer

Landkreis – Vor Kurzem bekamen 21 Studentinnen der Landwirtschaftsschule ihre Zeugnisse. Im Eberfinger Gasthof zur Post blickten die frisch gebackenen Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführung zurück auf eineinhalb herausfordernde Jahre.

Zwar hätte er mit den Studentinnen zu Beginn der Ausbildung wegen der Homeschooling-Problematik etwas ringen müssen, dennoch lobte Schulleiter Dr. Stefan Gabler: „Im Nachhinein ist es toll, wie Sie es gemacht haben.“ Den großen Wunsch nach Präsenzunterricht deute er als positives Zeichen für die Qualität der Schule. Der Schulleiter schmeichelte den Absolventinnen: „Sie waren ein ganz angenehmer Jahrgang.“

Gablers Stellvertreterin Veronika Ostermeier schloss sich dieser Meinung an und bedauerte, wie schnell die Zeit mit den Frauen vorübergegangen ist: „Gefühlt haben wir gerade erst begonnen.“ Auch wenn der Distanzunterricht mit lauter Unbekannten anfangs eine Hürde darstellte, sei schnell ein gemeinsamer Weg gefunden worden. „Ich bin froh, dass wir nicht gewartet haben“, schätzte sie die Entscheidung für den Start des Semesters im Februar 21 als richtig ein, da alle Teilnehmerinnen höchst motiviert bei der Sache gewesen seien. Bald sei dann nach Beginn des Präsenzunterrichts und nach einem gemeinsamen Seminar die Klassengemeinschaft gestärkt worden. „Der Zusammenhalt hat mich sehr beeindruckt“, gestand Ostermeier.

Die Semestersprecherinnen Michaela Albrecht und Barbara Lutz blickten gemeinsam zurück auf ihre Schulzeit. „Wenn 21 Frauen auf einem Haufen sind, kann es schon mal unruhig werden“, bekannte Lutz lachend. Doch vor allem die schönen Momente seien im Gedächtnis geblieben. Dazu gehörten auch Exkursionen zum Marnbacher Wieshof, in die Großküche des Peißenberger Altenheims, in der Staudengärtnerei Spatz, ein Ausflug auf das Gut Dietlhofen oder zum Scheitzhof in Andechs. Am Ende habe das Abschlussprojekt nochmals alle Kräfte gefordert. Es galt, ein Monatsheft zu gestalten und den Tag der offenen Türe der Schule zu organisieren. Die Bilanz der beiden Frauen war positiv: „Ein lehrreicher und informativer Weg liegt hinter uns.“ Zusätzlich verkündeten sie das Ergebnis ihrer eingenommenen Spenden: 2 000 Euro werden dem Verein Marienkäfer übergeben, der Kindern hilft, die ihre Eltern verloren haben.

„Hauswirtschaft mag zwar nicht so trendig klingen, aber Sie können sich drauf verlassen, was Sie können, brauchen alle Leute“, verhieß Landrätin Andrea Jochner-Weiß den Absolventinnen eine rosige Zukunft. Das Bild vom Heimchen am Herd sei längst überholt. Hauswirtschafterinnen würden heutzutage Managerinnen gleichen, die zahlreiche Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt hätten.

Auch Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher sah zahlreiche Chancen in vielen verschiedenen Bereichen für die Fachkräfte für Ernährung und Haushaltsführung: „Hauswirtschaft ist wichtig. Das haben die Gesellschaft und die Politik zum Glück inzwischen erkannt.“

Die Absolventinnen

Michaela Albrecht (Obersöchering), Iris Algheriany (Bernried), Michaela Berghaus-Schmidt (Weilheim), Johanna Dreher (Böbing), Antonia Fuchs (Etting), Sigrid Kammerlocher (Peißenberg), Anna Karg (Polling), Carolin Kuisl (Apfeldorf), Stefanie Lindauer (Peißenberg), Barbara Lutz (Weilheim), Regina Mair (Haunshofen), Nina Matys (Dettenschwang), Maria Mayr (Habach), Andrea Meyer (Dietramszell), Martina Ruf (Wielenbach), Beatrice Scheitz (Andechs), Katja Ruhdorfer (Buchendorf), Brigitte Schuster (Aidling), Katharina Schwaller (Uffing), Anna Sirch (Peiting), Maria Wunderl (Weßling).

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