"Lebenswertes Peißenberg" will Bürgersolarkraftwerk forcieren

"Wir haben gute Chancen"

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Bei den Neuwahlen wurde Bernd-Michael Habermeyer (3.v.r.) an der Spitze des rund 100 Mitglieder starken Vereins „Lebenswertes Peißenberg“ bestätigt. Die weiteren Vorstandsmitglieder (v.li.): Manfred Fischer (Beisitzer), Margarita Höck (Kassiererin), Jürgen Kistner (Beisitzer), Ursula Girmond (Schriftführerin), Renate Neumeier (Beisitzerin), Hardy Stückl (stellvertretender Vorsitzender) und Heike Habermeyer (Beisitzerin).

Peißenberg – „Es ist unglaublich, was er in den letzten Jahren für den Verein geleistet und wie viel Zeit er aufgewendet hat“, konstatierte Schriftführerin Ursula Girmond bei der jüngsten Jahreshauptversammlung von „Lebenswertes Peißenberg“.

Gemeint war Vereinschef Bernd-Michael Habermeyer, der bei den Neuwahlen für weitere zwei Jahre im Amt bestätigt wurde. Habermeyer und seinen Mitstreitern im Kampf um den Lärmschutz an der Umgehung stehen sehr wahrscheinlich stressige Wochen bevor: Noch im Juli sollen die Bauanträge für das vorgeschlagene „Bürgersolarkraftwerk an der B 472“ eingereicht werden. Das kombinierte Lärmschutz- und PV-Anlagenprojekt, so bestätigte Habermeyer am Rande der Versammlung, soll in der neu gegründeten Energiegenossenschaft zur Diskussion gestellt, notfalls aber auch in Eigenregie angegangen werden. Das Problem: Das Angebot des Staatlichen Bauamts in Weilheim zur Aufschüttung der Schallschutzwälle läuft Ende des Jahres ab. „Wir müssen da jetzt zeitlich relativ schnell ran“, forciert Habermeyer die Planungen und hofft dabei auf Unterstützung durch die Gemeinde: „Wir haben gute Chancen, aber das erfordert auch guten Willen und einen runden Tisch“, so der Vereinschef.

Von der Wirtschaftlichkeit des Gesamtprojekts ist Habermeyer restlos überzeugt: Für die reine Aufschüttung der Lärmschutzwälle, unter anderem am Campingplatz und östlich der Firma „Agfa“, würden Kosten von lediglich rund 100 000 Euro anfallen, die leicht über die Rendite der PV-Anlagen finanziert werden könnten. „Wenn sich das Projekt nicht rechnet“, so Habermeyer, „dann rechnet sich gar kein Freiflächensolarprojekt mehr in Deutschland.“

Von Bernhard Jepsen

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