Leere Freibäder

Warten auf den Sommer

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Nur ganz Abgehärtete wagen sich bei den derzeitigen Temperaturen auf die Rutsche im Plantsch, die Liegewiesen sind wie in den anderen Freibädern der Region gähnend leer.

Landkreis – Die Pfingstferien haben am vergangenen Wochenende begonnen und damit eigentlich die Zeit der Freibäder – wäre da nicht das schlechte Wetter. In Peiting und Altenstadt herrscht deshalb gähnende Leere in den Becken, nur in Schongau zeigt man sich über die äußeren Bedingungen erfreut.

Die Stadt Nürnberg hat Anfang der Woche die Konsequenzen gezogen. Zwei der drei Bäder bleiben bis mindestens Sonntag geschlossen – um Personalkosten zu sparen. Nur 15 Badende pro Tag, das lohne sich einfach nicht, begründet die Stadt den überraschenden Schritt. 

Dass der Mai nicht immer mit sommerlichen Temperaturen glänzt, weiß man auch in Altenstadt. Das Naturbad wird deshalb auch meist erst Mitte des Monats eröffnet. Am vergangenen Samstag war es soweit. Ein paar besonders Wagemutige seien sogar im Wasser gewesen, berichtet Josef Meier, der bei der Gemeinde für das Bad zuständig ist. Bis es ihnen andere Badegäste gleichtun können, wird es aber noch ein wenig dauern. Denn seit Samstag ist das Bad nicht mehr offen gewesen. Schuld sei das Wetter, sagt Meier. „Wir haben keine beheizten Becken und daher nur 15 Grad Wassertemperatur.“ Zu kalt für den regelmäßigen Badespaß. 

Das Wellenbad in Peiting dagegen ist seit dem 11. Mai jeden Tag geöffnet. Nur die Besucher, die kann Bademeister Robert Zwick bislang meist an beiden Händen abzählen. „Um 8 Uhr kommen die Frühschwimmer, die bleiben dann bis 9.30 Uhr“, sagt er. Bei schlechtem Wetter, wie es die letzten Tage der Fall gewesen sei, sei das Bad ab Mittag leer. „Wir machen dann auch zu.“ Generell einfach zu schließen, bis das Wetter besser wird, stehe aber nicht zur Debatte, sagt Bernhard Ditschek von der Gemeinde. Dank Wärmepumpe seien die laufenden Kosten nicht so hoch und die Bademeister hätten mit Wartungsarbeiten genug zu tun. „Aber schöner ist es natürlich, wenn das Bad voll ist.“ 

Der einzige, der sich ob des schlechten Wetters die Hände reibt, ist Andreas Kosian. Der Leiter des Schongauer Freizeitbads Plantsch hat derzeit alle Hände voll zu tun. Denn seine Einrichtung hat einen entscheidenden Vorteil: Sie hat ein Hallenbad. „Für uns am besten ist ganz schlechtes Wetter so wie aktuell oder sehr heiße Temperaturen“, erklärt der Badleiter. Dann nämlich strömen die Besucher in Scharen. „Wir haben deshalb keinen Grund zu jammern.“ Christoph Peters

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