BRK-Kreisverband Weilheim-Schongau präsentiert Leistungsbilanz für 2018

Ordentlich Einsatz gezeigt

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Der Rettungsdienst ist rund um die Uhr im Einsatz.

Landkreis – Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) Kreisverband Weilheim-Schongau ist im Landkreis alleinig mit der Durchführung des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes betreut.

Um dies gewährleisten zu können, betreibt das BRK rund um die Uhr fünf Rettungswachen (Penzberg, Weilheim, Peißenberg, Schongau und Steingaden) sowie einen Stellplatz (12 Stunden) in Bernried. Insgesamt sind dort sieben Rettungswägen, fünf Krankenwägen und drei Notarzteinsatzfahrzeuge vorhanden.

2018 wurden 124 118 Personalstunden geleistet. Dafür waren neben 72 hauptamtlichen Mitarbeitern, 15 Auszubildenden zum Notfallsanitäter und vier Helfern im Freiwilligen Sozialen Jahr auch 67 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Letztere leisteten, Aus- und Fortbildungen nicht miteinbezogen, rund 12 600 Stunden für den Rettungsdienst.

Zudem hat der Kreisverband 12 224 Fördermitglieder sowie rund 1 300 registrierte aktive Mitglieder, die sich in der Bereitschaft, Wasserwacht und dem Jugendrotkreuz engagieren. Sie erbrachten mehrere zehntausend ehrenamtliche Stunden. Angestellte Mitarbeiter hat der Kreisverband, alle Bereichen miteinbezogen, 134.

Durchgeführt wurden heuer 7 535 Notarzt- und Notfalleinsätze sowie 10 063 Krankentransporte. Behinderten- und Krankenfahrdienste gab es rund 8 750, was ein Plus von zehn Prozent bedeutet. Am Hausnotrufsystem nehmen inzwischen 954 Personen teil, was beim Stand vom 31. Dezember 2018 ein Plus von neun Prozent ergibt. An Erste-Hilfe-Ausbildungen nahmen 2018 4 715 Interessierte bei 335 Kursen teil. Zu den 50 Blutspendeterminen kamen rund 4 800 Spender. Im KleiderMarkt Schick in Peißenberg, der ebenfalls vom BRK betrieben wird, wurden 2 180 ehrenamtliche Stunden geleistet.

Ehrenamtliche Einsatzeinheiten

Helfer vor Ort – Dies sind Einheiten der organisierten „Ersten Hilfe“, die bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes qualifizierte Hilfe leisten und zwar insbesondere dann, wenn der Rettungsdienst auf Grund längerer Anfahrten nicht rechtzeitig da sein kann. Im Landkreis betreibt das BRK in Seeshaupt, Penzberg, Birkland und Peiting – sowie in Peißenberg in Kooperation mit AEROTec – solche Systeme, 2018 kamen die ehrenamtlichen Helfer 548 Mal zum Einsatz. Im Vorjahr waren es 446 Mal.

Schnelleinsatzgruppe (SEG) – Bei Unfällen und Unglücken aller Art schnelle Hilfe zu leisten, ist die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes. Was aber ist etwa bei Massenkarambolagen? Wenn es also mehr Verletzte gibt, als der Rettungsdienst ordnungsgemäß versorgen kann? Hier treten die Schnelleinsatzgruppen in Aktion. Diese stehen dem Rettungsdienst mit den kreisverbandseigenen Ressourcen jederzeit zur Seite. Am Unglücksort helfen sie, Verletzte aus dem Gefahrenbereich zu bringen, Erste Hilfe zu leisten oder Patienten abzutransportieren. Ständige Erreichbarkeit, gut ausgerüstete Fahrzeuge und Material helfen der Gruppe, für den Einsatz gerüstet zu sein – und das rund um die Uhr. Auch wenn die regulären Besatzungen des Rettungsdienstes nicht ausreichen, kommen die Schnelleinsatzgruppen zum Einsatz und besetzen zusätzliche Fahrzeuge – immerhin 156 Mal im Jahr 2018 (111 im Vorjahr). Darüber hinaus wurden 14 Alarmierungen bei den Schnelleinsatzgruppen Wasserrettung registriert. Betrieben werden die „Helfer vor Ort“ und die „Schnelleinsatzgruppen“ durch ehrenamtliche Helfer der BRK Bereitschaften.

Rettungshundestaffel – Ob bei der Suche nach Vermissten im örtlichen Bereich oder auch bei internationalen Katastropheneinsätzen: Aufgabe der Rettungshundestaffel ist es, nach überlebenden Personen zu suchen. Die Hunde des Kreisverbandes wurden heuer zu 33 Sucheinsätzen –doppelt so oft wie im Vorjahr – alarmiert.

Kriseninterventionsteam (KIT) – Der „klassische“ Rettungsdienst kümmert sich bei seinen Einsätzen um die körperlich verletzten Menschen. Von einem Unglück indirekt betroffene Personen werden dagegen mit ihren seelischen Belastungen oft alleine gelassen, obwohl sie häufig ebenfalls Beistand bräuchten, wie das BRK Weilheim-Schongau mitteilt. Um diese Menschen kümmerte sich das KIT im Jahr 2018 85 Mal – im Vorjahr war dies lediglich 46 Mal erforderlich. Das KIT arbeitet partnerschaftlich mit den Notfallseelsorgern im Bereich Schongau-Peiting. Es werden auch Einsätze gemeinsam durchgeführt.

Einsatzleitung-Rettungsdienst (EL-RD) – Zur Koordinierung bei besonderen oder größeren Schadenslagen wie Bränden, Verkehrsunfällen, schwierigen sowie länger andauernden Einsätzen, wird ein Einsatzleiter alarmiert, der die Koordination vor Ort übernimmt. Die Einsatzleiter des Kreisverbands waren heuer 204 Mal vor Ort im Einsatz. 2017 waren es nur 182 Mal.

Betreuungsdienst – Aufgabe des Fachdienstes Betreuung ist die Unterbringung und Versorgung von Personen, die bei einem Schadensereignis oder einer Katastrophe unverletzt geblieben sind. In solch einer Situation muss der Betreuungsdienst die Betroffenen gegebenenfalls in Notunterkünfte bringen, registrieren, betreuen und verpflegen. Ebenso sorgt er für die Verpflegung der Einsatzkräfte von Feuerwehr, THW und BRK bei Großübungen, Großeinsätzen oder Katastrophen. 2018 waren die Betreuer vier Mal vor Ort. Dabei wurden 1 045 Einsatzkräfte und Betroffene verpflegt sowie 630 Betroffene betreut.

Besondere Einsätze in 2018 –Vor allem in Erinnerung bleiben 2018 die Evakuierung in Weilheim wegen eines Gasaustritts, die Zug-unfälle in Schongau und bei der Lauterbachermühle, der Brand im Kloster Rottenbuch sowie der Bombenfund am Weilheimer Bahnhof und der Schongauer Kanalbrücke. 

Von Kreisbote

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