Johannes Lehnert über seine Arbeit als Kinder- und Jugendbüroleiter

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Johannes Lehnert, hier mit drei seiner Kinder, ist neuer Leiter des Kinder- und Jugendbüros in Weilheim.

Weilheim – Fast ein halbes Jahr hat Johannes Lehnert inzwischen den Leitungsposten im Kinder- und Jugendbüro der Stadt inne. Dem Kreisboten erzählt er von seiner neuen Stelle und wie er die Zukunft der Jugendarbeit sieht.

Auch wenn Lehnert bei der Stadt noch relativ neu ist – am 1. Februar hat er die Stelle von Karin Hinzpeter-Gläser übernommen –, Erfahrung bringt er jede Menge mit. Zuvor war er nämlich beim Landratsamt als Leiter des Familienbüros beschäftigt. Und das immerhin ganze 20 Jahre lang.

Einige seiner Aufgaben sind relativ ähnlich. Nur eben auf Stadt- und nicht auf Landkreisebene. So ist er unter anderem für die Kindergärten oder das Jugendzentrum zuständig. Dennoch scheint er sehr glücklich mit dem Wechsel zu sein. „Mich interessiert die Arbeit an der Basis.“ Lehnert möchte gerne „von unten was bewegen“. Im Landratsamt habe er zum Schluss hin eher administrative Aufgaben gehabt. Bei der Stadt sei er jetzt wieder „in direktem Kontakt“.

Lehnert arbeitet eng mit den Familienbündnissen der Stadt und auch den Mitarbeitern des Weilheimer Jugendzentrums Come

In zusammen. Gerade bei letzterem ist in den vergangenen Monaten viel auf die Beine gestellt worden. Der Online-Auftritt von Come In wurde deutlich ausgebaut. Lehnert erklärt, dass die Pandemie diese Entwicklung stark vorangetrieben habe. „Corona hat uns die Möglichkeit gegeben Dinge zu überdenken.“ Doch es sei auch eine Reaktion auf eine Jugend, die „anders tickt“.

Lehnert hat selbst fünf Kinder im Alter von acht bis 28 Jahren. Er weiß also, wovon er spricht. Er habe die vergangenen Jahre beobachtet, wie etwa die „Komm-Struktur“ ausgestorben sei. „Klassisches Streetworking ist eigentlich nicht mehr vorhanden.“ Früher seien junge Menschen zum Jugendzentrum gekommen, um sich gemeinsam zu treffen und auszutauschen. Heute passiere das er eher auf Social Media.

Vor diesem Wandel dürfe man sich nicht verschließen. Daher stellte sich Lehnert auch die Frage: „Wie erreiche ich die Jugendlichen?“ Für ihn eine spannende Aufgabe, wie er selbst sagt.

Das Jugendzentrum ist seit Kurzem online deutlich aktiver. Es gibt auch diverse Streaming-Angebote. Den „kontaktlosen Bereich“ will Lehnert auch in Zukunft noch weiter ausbauen – unabhängig von Corona. Aber natürlich soll das Jugendzentrum ein Treffpunkt bleiben. Lehnert möchte zum Beispiel erstmalig einen Tag der offenen Tür ermöglichen.

Die Weilheimer Jugend darf gespannt sein, was da noch alles kommt. Weilheims neuer Kinder- und Jugendbüroleiter Lehnert wirkt voller Tatendrang „andere Wege zu gehen.“

Von Stephanie Novy

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