Neue Leiterin im AWO-Kinderhaus tritt am heutigen Mittwoch ihren Dienst an

"Ich bin in Weilheim angekommen"

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„Es lässt sich eine Menge bewegen in diesem Haus.“ Constanze Poguntke setzt in ihrer Arbeit auf einen regen Austausch zwischen Fachpersonal und Eltern.

Weilheim – Als Constanze Poguntke 2007 von Berlin nach Weilheim in die Nähe des AWO-Kinderhauses zog, ahnte sie nicht, dass sie diese Einrichtung einmal führen würde. Über sechs Jahre pendelte sie von ihrem neuen Lebensmittelpunkt aus nach Germering, wo sie bis vor Kurzem einen integrativen Hort mit 150 Plätzen geleitet hatte. „Ich bin schon auf die Kinder, auf Sie als Eltern und Großeltern gespannt“, stellte sich die 54-Jährige den Weilheimer Kinderhausfamilien in einem Elternbrief vor.

Der Berufswunsch Erzieherin stand für Constanze Poguntke, die am heutigen Mittwoch in Weilheim offiziell ihren Dienst angetreten hat, schon früh fest. Sie bildete sich zur systemischen Familientherapeutin weiter. „Man kann den Eltern ganz anders begegnen und bei Problemen die Ursachen viel leichter herausfinden“, begründete die neue Kinderhausleiterin diesen Schritt. „Die Eltern“, fuhr sie in einem Gespräch mit dem Kreisboten fort, „sind echte Profis für ihre Kinder. Manchmal braucht es nur einen kleinen Impuls, um ihnen eine Hilfestellung geben zu können.“

Mit dem Team im AWO-Kinderhaus hat sie sich schon bekannt gemacht und mit Stefan Bernau, der Weilheims größte Kita seit dem Weggang von Brigitte Loth kommissarisch geleitet hatte, erste Absprachen getroffen. „Ich wurde sehr herzlich aufgenommen. Die wollen etwas gestalten mit mir“, sieht Poguntke ihrer neuen beruflichen Herausforderung freudig entgegen. Ihre MitarbeiterInnen will sie darin bestärken, „zu erhalten, was Bestand hat und auch mal neue Wege zu gehen“.

Als erstes Projekt nennt Poguntke die Vorbereitungen für das zehnjährige Jubiläum des AWO-Kinderhauses, das am 19. Juni gefeiert wird. Konkrete Ideen gibt es schon. An der neuen Arbeitsstätte gefällt ihr, dass sie die Kinder und ihre Familien „über viele Jahre hinweg, ab sechs Monaten und bis zu zwölf Jahren“, begleiten kann. Das bedeute Verlässlichkeit für die Kinder und Sicherheit für die Eltern. Dem hohen Verwaltungsaufwand, den ihre Vorgängerin Brigitte Loth angeführt hatte, sieht Poguntke gelassen entgegen: „Ich bin das gewöhnt, werde mich aber auch in die Pädagogik einmischen.“ Nach ihrem Motto befragt, lacht sie: „Ich bin ein positiver Mensch. Probleme gibt es nicht, nur Lösungen.“ Das gelte auch dann, wenn Unvorhergesehenes den Tagesplan durcheinanderwirbelt.

Kurz vor Weihnachten 2014 hatte sich die AWO als Träger des Kinderhauses für Constanze Poguntke entschieden. Laut Martina Rosenberg, Pressesprecherin des AWO-Bezirksverbandes Oberbayern, sind für die Stelle zirka 20 Bewerbungen eingegangen. Im Kinderhaus „Villa Kunterbunt“ werden aktuell 166 Schützlingen von 26 Mitarbeitern betreut.

Poguntke ist mit ihrem Mann frisch erholt von einer Karibikreise zurückgekehrt. „Die Liebe zu Bayern“ hatte die Berlinerin ins Oberland geführt: „Ich fühle mich wohl hier und bin in Weilheim angekommen.“

von Maria Hofstetter

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