Funkspruch zum Papst

ILS-Leiter Helmut Ochs übergibt seinen Posten nach zehn Jahren an Michael Meyr

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Wurde im neuen Amt bestätigt: Helmut Ochs (zweiter v. li.) übergibt seinen Posten an Michael Meyr (dritter v. li.). Mit dabei waren Helmut Stork (Geschäftsführer des Zweckverbandes Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Oberland, erster v. li.), Andreas Estermeier (zweiter v. re.) und Christoph Fischer (stellvertretender ILS-Leiter Oberland, erster v. re.).

Weilheim – „Status 6 Oberland 1“ – grob übersetzt heißt das so viel wie „Chef außer Dienst“. Nach zehnjähriger Dienstzeit bei der Integrierten Leitstelle Oberland (ILS) trifft das auch auf Helmut Ochs zu, der sein Leiteramt am Freitag an seinen Nachfolger Michael Meyr übergab.

„Eine Ära endet“, mit diesen Worten verabschiedete Andreas Estermeier von der Landesgeschäftsstelle des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) den langjährigen Leiter der ILS Oberland. Wie er weiter erklärte war Ochs „von Anfang an dabei“, als die Rettungsleitstelle des BRK 1979 in Nürnberg in Betrieb genommen wurde. Zuvor war er vier Jahre lang im Rettungsdienst in Erlangen aktiv. Bis 1994 war Ochs in der Luftrettung in Nürnberg als leitender Rettungsassistent im Einsatz und anschließend in den Rettungsleitstellen Nürnberg und Traunstein. Als Ochs 2008 nach Weilheim kam, war er beim Aufbau der Integrierten Leitstelle 2010 maßgeblich beteiligt. Neben diesem gehörte auch die Einführung des Digitalfunks und der digitalen Alarmierung sowie das G7-Treffen in Elmau zu seinen größeren Herausforderungen. Diese habe er mit seinem Humor immer gemeistert, „ich habe dich nie traurig erlebt“, so Estermeier. An ein Ereignis in seiner Karriere erinnert sich Ochs besonders gerne zurück. Als Papst Benedikt Traunstein für einen Besuch überflog, sollte Ochs auf Bitten des damaligen Landrats eine Funkverbindung herstellen, um mit dem Papst kommunizieren zu können. Das Gespräch sollte dann per Lautsprecher übertragen werden. Ochs war hier für die Funkübertragung zuständig. „Gott sei Dank hat das alles funktioniert“, sagte Ochs.

„Mein Berufsleben war nie langweilig sondern abwechslungsreich und interessant“, so Ochs, „ ich habe es immer gerne gemacht.“ Und trotzdem freue er sich schon auf seinen Ruhestand. Auf die Frage, auf was er sich schon freue, antwortete er „erst einmal Urlaub machen, einige Hobbys wahrnehmen und ehrenamtlich würde ich mich auch gerne engagieren.“

Sein Nachfolger ist der 42-jährige Michael Meyr aus Höhenrain, aus der Gemeinde Berg im Landkreis Starnberg, wo er als stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr bereits tätig ist. Nachdem er seinen Zivildienst in Murnau absolvierte, kam er so zum Roten Kreuz, bei dem er zehn Jahre lang im Rettungsdienst in München tätig war. Anschließend wurde er zehn Jahre Schichtführer in der Integrierten Leitstelle in Fürstenfeldbruck bis er im April diesen Jahres nach Weilheim kam. Seit Freitag ist Meyr nun Chef von 38 Mitarbeitern in einer von acht vom BRK geführten Leitstellen. (in Bayern gibt es insgesamt 26).

Diese nehmen unter den Nummern 112 und 19222 alle Notrufe, Notfallmeldungen und sonstigen Informationen entgegen und geben diese an die erforderlichen Einsatzkräfte weiter. Im Fachjargon wird dies als „Nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr“ bezeichnet. Die ILS Oberland ist für die Landkreise Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen zuständig.

Von Maria Lindner

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