"Bauernherrgott" meinte es am Sonntag gut mit Teilnehmern und Besuchern in Peißenberg

Prächtiges Bild auf der Leonhardifahrt

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Die Frauen des Peißenberger Trachtenvereins im Festtagsgwand.

Peißenberg - Ein imposantes Bild, und dies eine gute halbe Stunde lang, bot sich am Sonntag bei der Leonhardifahrt in Peißenberg. Prächtige Rösser, aufwändig geschmückte Wagen und fesche Trachtlerinnen und Trachtler zogen durch die Marktgemeinde zu Ehren des Heiligen Leonhard, Schutzpatron der Pferde und Fuhrleute.

Der Leonhardiverein Peißenberg-Ammerhöfe ließ den alten Brauch aufleben. Um 9.30 Uhr ging es an der Bachstraße los. Thomas Bader, Vorreiter des Vereins, und die Vorstände Georg Kropf, Alfred Staltmayr und Schriftführerin Maria Achleitner führten den Zug an, dem über 50 Wagen und 250 Pferde folgten. Unter den Teilnehmern fand sich auch ein Wagen des Weilheimer Trachtenvereins. Die Pollinger und Ettinger waren dabei, der Alpenverein Peißenberg, die Pähler, der Bergknappen Spielmanns- und Fanfarenzug und die Eglfinger mit ihrer Musikkapelle. Die Bienenzüchter zeigten auf ihrem Wagen ein Bild ihrer Arbeit und den Spruch „Heiliger Ambrosius schütze unsere Bienen“. Am Ende des Zuges ritten Pferdeliebhaber mit ihren eigenen Pferden mit. Die Fahrt endete vor der Wiese an der Maria Aich-Kirche, wo ein buntes Treiben herrschte. Für die Teilnehmer gab‘s Würstl und Brezen, auch Platzerl und Schnaps fanden ihre Abnehmer. Fuhrleute, Vereinsvorstände und Trachtler trafen sich, während die Besucher die mächtigen Gespanne bestaunten.

Leonhardifahrt Peißenberg

Um 11 Uhr zelebrierten Pfarrer Georg Fetsch und Diakon Sigi Thalmeier mit Kaplan Georg die Messe mit Pferdebenediktion. Anschließend ging es zum Mittagessen in das Gasthaus „Zur Post“ oder in eine umliegende Wirtschaft. Den Ausklang fand dieser Tag mit dem Leonharditanz im Gasthaus „Zur Post“ mit den „Jungen Pfaffenwinklern“.

Über das „Riesenglück mit dem Wetter“ freute sich Schriftführerin Maria Achleitner: „Wir sind jedes Mal froh, wenn alles gut gegangen ist. Für die Sicherheit sorgten die Peißenberger Feuerwehrler und Zugordner, auch ihnen ein herzliches Vergelt´s Gott.“ Peißenberg zeigte mit der Leonhardifahrt lebendige Tradition – bleibt zu hoffen, dass dieser Brauch weiterhin bestehen bleibt.

Von Anneliese Reichert-Schwaiger

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