Gelebtes Brauchtum seit über 600 Jahren: 108 Reiter bei Leonhardiritt in Forst dabei

Hoch zu Ross bei strahlendem Sonnenschein

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Forst – Er gilt als Schutzpatron der Tiere und nimmt in den Reihen der Heiligen schon lange eine ganz besondere Rolle ein – der heilige Leonhard. Ihm zu Ehren werden in zahlreichen Gemeinden in ganz Bayern jährlich Leonhardiritte und -umzüge abgehalten. So auch am Dienstag in Forst bei Wessobrunn.

Der Ursprung des Forster Leonhardiritts lässt sich zwar nicht mehr genau nachvollziehen, fest steht jedoch, dass diese Tradition bereits seit über 600 Jahren zum festen Bestandteil der Gemeinde gehört. In den ganzen Jahren sei der Ritt in Zeiten der Säkularisierung nur einmal ausgefallen, erklärte der erste Vorsitzende des Leonhardivereins Forst Andreas Reßler.

Leonhardiritt Forst 2018

 © Maria Lindner
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Doch die Forster Bauern standen damals im festen Glauben zum Heiligen Leonhard zusammen und bezahlten Strafgebühren, um den Ritt aufrecht zu erhalten. So findet Jahr für Jahr immer am Gedenktag des Heiligen, am 6. November, der Leonhardiritt statt.

War es im letzten Jahr kalt und nass, hatte der Leonhardiverein Forst mit fast sommerlichen 20 Grad und strahlend blauem Himmel mit dem Wetter richtig Glück. Das freute auch Reßler: „Das Wetter macht schon viel aus. Ich bin sehr zufrieden. Es war ein total schöner Tag“, so Reßler, der an die 400 bis 500 Besucher schätzte. Die guten Bedingungen machten sich auch in der Anzahl der Teilnehmer bemerkbar, da sich heuer 108 Reiter auf ihre Rösser wagten. Im letzten Jahr waren es hingegen nur circa 80 Reiter. Mit dabei waren auch ein Wagen der Forster Musikkapelle, ein Motivwagen mit der Pfarrkirche St. Leonhard und der Landauer mit den Ehrengästen Helmut Dinter, Bürgermeister; Georg Führer, Vorstand Leonhardiverein Hohenpeißenberg; Josef Holl, Leonhardiverein Peißenberg und Hans Ehlich, Reit- und Fahrverein Burggen. Mit einer Standarte erstmals in Forst vertreten war auch der Reitverein Fuchstal.

Nach dem Festgottesdienst setzte sich der Zug in Richtung Wirtsanger in Bewegung, wo Pfarrer Fetsch und Pater George den kirchlichen Segen spendeten. Es folgte der dreimalige Umritt um die Pfarrkirche. Für Leonhardi wurde der ehemalige Gasthof „Zum Bayerischen Hiasl“ in Forst extra ganztägig geöffnet. Am Abend klang der Tag mit dem traditionellen Leonharditanz dann feierlich aus.

Von Maria Lindner

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