Lernen in der Natur – Kreisjagdverband lud zum 7. Lernort Natur ein

Was lebt und wächst im Wald? Warum ist es wichtig, heimischen Greifvögeln den Lebensraum zu erhalten? Und was tummelt sich in Seen und Weihern? Solcherlei Fragen gingen kürzlich fast 150 Kinder beim „Lernort Natur“ auf den Grund.

Am idyllisch gelegenen Gut Haarsee trommelte der Kreisjagdverband Weilheim e.V. die Drittklässler der Weilheimer Hardtschule und der Grundschulen aus Wielenbach und Traubing zusammen. „Das machen wir heuer schon zum siebten Mal in Folge“, eröffnete Karl Hohenberger, Beauftragter des Projektes Lernort Natur. Im selben Atemzug betonte er mit Lehrerin Tanja Littwin, wie wichtig solche Veranstaltungen sind. „Das Thema „Wald“ kommt viel zu kurz im Lehrplan, sodass die Kinder viel zu wenig über die Natur allgemein wissen, vor allem diejenigen, die in der Stadt leben“, waren sich beide einig. Um dieses zur Seite gedrängte Wissen den Kindern spielerisch zu nahe zu bringen, bereiteten zwölf Jäger des Kreisverbandes ehrenamtlich sechs verschiedene Lernstationen rund um das Gut Haarsee vor. Mit Rucksack, Wanderschuhen und Mückenspray zogen sie in kleinen Grüppchen los, um die heimische Natur in all ihren Facetten zu erkunden. Da begegneten sie zum Beispiel Anahid Klotz mit ihren zwei streichelweichen Eseln, anhand derer sie den Kindern den Unterschied zwischen Wild- und Haustieren erklärte. Sie trafen auf die Falkner Bernhard Kraus und Dr. Ellen Koch oder auf die Hundeobfrau des Kreisjagdverbandes Monika Kefer. Mit ihrem deutschen Wachhund Juno führte sie den Kindern vor, was ein Jadghund alles kann und erklärte ihnen, worauf im Umgang mit Hunden überhaupt zu achten ist. Hoch spannend für die Kinder war auch der Besuch der Station vom Starnberger Fischermeister Walter Stromeier. An mitgebrachten Exemplaren zeigte er den Grundschülern den Unterschied zwischen heimischen Fischen. Die Überraschung überrumpelte sie regelrecht, als Stromeier ihnen zum Schluss einen gut einen Meter langen Waller zum Anfassen unter die Nase hielt, den sie alle anfassen durften. Bei Naturpädagogin Beate Reisch mussten die Kinder an einer Schnur entlang durch einen präparierten Parcours laufen, in dem sie lernten, was in den Wald gehört und was nicht. Viel Arbeit, so Hohenberger, die aber mit der Freude der Kinder honoriert werde. „So ist das viel schöner, als wenn man in der Schule sitzt“, bestätigte Johannes diese Einstellung, der wie seine Klassenkameraden viel Spaß hatte. Bei einer Brotzeit mit gratis Brezen der Bäckerei Bachmeier – wie übrigens alles kostenlos war – durften sie den schulfreien und doch lehrreichen Tag beenden.

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