Positive Resonanz für erste Weilheimer Lesepause – Lesepavillon bleibt bis Ende des Monats

Finale Lesung mit Siegfried Rauch

+
Siegfried Rauch (li.) und Michael Schuster bei der Lesung auf der Bühne im Pfarrheim Miteinander.

Weilheim – Das Pferd drehte seinen Kopf zu ihm um und schien zu sagen „Bua, halt dich fest, ich mach das schon“. Diese Episode ist nur eine, die der Schauspieler Siegfried Rauch aus seinem Leben erzählt. Sein Auftritt war das Finale im Programm der Weilheimer Lesepause.

Seine Geschichten von den Dreharbeiten zu „Mein Freund Winnetou“ und anderen Filmen, bei denen er reiten musste, obwohl er es nicht wirklich konnte, sorgten beim Publikum für Erheiterung. Seinen Anfang nahm alles, als Rauch als junger Schauspieler den Rat bekam: „Wenn dich ein Produzent fragt, ob du etwas kannst, sag immer Ja.“ Und so sagte er Ja auf die Frage, ob er reiten könne. „In dem Beruf lernt man auf sich selbst aufzupassen“, stellte Rauch fest. Er erzählte aber nicht nur aus seinem Leben, sondern las auch aus dem Werk von Karl Valentin vor. Mit humorvollen Geschichten wie „Semmelnknödeln“ oder „Der überängstliche Hausverkäufer“ brachte Rauch sein Publikum im Pfarrheim Miteinander zum Lachen. „Karl Valentin ist mein Lieblingskomiker“, so Rauch. Zwischendurch spielte Michael Schuster auf dem Akkordeon kurze Stückchen.

Aufgrund der stürmischen Wetterlage war die Lesung vom Kirchplatz ins Pfarrheim verlegt worden. Diese duale Raumplanung hatte sich für die Organisatoren als gute Entscheidung herausgestellt, wie sich auch über den gesamten Zeitraum der Weilheimer Lesepause zeigte. Wann immer es das Wetter zuließ, fanden die Veranstaltungen auf dem Kirchplatz statt. „Wir waren froh, dass wir die Ausweichquartiere hatten“, erzählte Mitorganisatorin Uta Orawetz dem Kreisboten. So konnte auch das manchmal nicht optimale Wetter ausgeglichen werden.

Das Fazit zur ersten Lesepause: „Grundsätzlich sind wir sehr zufrieden“, so Orawetz. „Jede Lesung für sich war ein Erlebnis.“ Sie freut sich, dass die Veranstaltungsreihe beim Publikum gut ankam und auch vorbeikommende Passanten sich spontan bei einer Lesung dazugesellten. Sehr positiv war auch die Resonanz der Autoren, aus Mittelschule und Gymnasium. „Die Schulen haben tolle Lesungen gehabt“, so Orawetz und erzählt, dass bei einer Wiederauflage der Lesepause auch andere Weilheimer Schulen ihr Interesse an der Teilnahme bekundet hatten.

Auf die Frage, ob es die Lesepause im nächsten Jahr wieder geben wird, ist Orawetz mit der Antwort noch vorsichtig. „Ich denke, es wird eine Wiederholung in irgendeiner Form geben. Wir sind motiviert“, so die Stadträtin und Referentin für Veranstaltungen. Wann und wie, dazu kann sie aber noch nichts sagen. Die Organisation der Lesepause sei sehr aufwändig – so müssen unter anderem Autoren eingeladen werden und auch die technische Ausstattung ist eine Herausforderung. Letztere wurde von Josef Wiedemann gestellt und immer wieder für die Veranstaltungen auf- und abgebaut.

Für alle Fans des Lesepavillons am Kirchplatz gibt es eine gute Nachricht: Auch nach dem Ende der Veranstaltungsreihe bleibt der Pavillon aufgebaut. Bis Ende August kann also jeder ab 10 Uhr zum Kirchplatz kommen, im Bücherangebot schmökern und es sich gemütlich machen.

Von Melanie Wießmeyer

Auch interessant

Meistgelesen

Hapfelmeier-Laufcup 
Hapfelmeier-Laufcup 
Magie und Shows der Extraklasse
Magie und Shows der Extraklasse
"Die Zukunft wartet nicht!"
"Die Zukunft wartet nicht!"
Strassen! Zauber! Festival!
Strassen! Zauber! Festival!

Kommentare