Lessmann geht ins Rennen – Piratenpartei wählte – "Jede Menge Lust auf Wahlkampf"

Julian Wagener (Vorsitzender des Kreisverbands Weilheim-Schongau) und sein Landsberger Amtskollege Tobias Frage (im Bild re.) gratulierten Aleks Lessmann (Mitte) zur erfolgreichen Kandidatenkür. Foto: Jepsen

Aleks Lessmann heißt der Kandidat, mit dem die Piratenpartei bei der Bundestagswahl 2013 das Direktmandat im Wahlkreis 226 „Weilheim“ erobern will. Bei der mäßig besuchten Aufstellungsversammlung in Peißenberg votierten 13 von 19 akkreditierten Mitgliedern für den 45-jährigen Geltendorfer. Die Mitbewerber Rolf Schneidenbach (Landsberg), Michael von Ehrenstein (Weilheim), Klaus Kroeker (Bad Bayersoien) und Alexander Dankworth (Mering) mussten damit ihre Hoffnungen bereits im ersten Wahlgang begraben.

Die Kandidatenkür zu Lessmanns Gunsten war keine große Überraschung: Der selbstständige Projektmanager ist als politischer Geschäftsführer des Landesverbands Bayern bereits an vorderster Stelle aktiv. „Aleks ist der beste Pirat von uns“, räumte auch Mitbewerber Klaus Kroeker ein, der seine Bewerbung ähnlich wie Michael von Ehrenstein mehr auf die Schiene der lokalen Verwurzelung gelegt hatte: „Es ist schließlich eine Persönlichkeits- und keine Parteienwahl“, so Kroeker. Lessmann hat sich für den Wahlkampf viel vorgenommen. Sein Ziel ist es, die 15-Prozent-Marke zu knacken. Vor allem auf die Auseinandersetzung mit dem amtierenden Bundestagsabgeordneten freut er sich: „Ich habe eine Menge Lust auf den Wahlkampf. Dobrindt mach´ dich bereit“, lautete die Kampfansage. Gleichwohl beurteilt Lessmann die Erfolgsaussichten realistisch: „Dem Piraten in Deutschland, der es schafft, ein Direktmandat zu holen, spendier´ ich eine Kiste Sekt.“ Bleibt die Möglichkeit über die Landesliste in den Bundestag einzuziehen: Lessmann, der parteiintern als der „Mann, der niemals schläft“ bekannt ist, will sich um einen vorderen Platz bewerben. Inhaltlich setzt sich Lessmann unter anderem für eine Erhöhung der Staatseinnahmen und die Abschaffung der Hartz-IV-Regelung ein. Als sein „Spezialgebiet“ bezeichnet er Fragen zur „internationalen Politik“. Auch zur Asylpolitik, die in der Region derzeit vor allem in Schongau heiß diskutiert wird, hat er eine Meinung: „Wer zu uns kommt hat gute Gründe. Wir sollten gute Gastgeber sein.“ Falls es mit dem Einzug in den Bundestag weder direkt noch über die Liste klappen sollte, hat Lessmann bereits einen Ersatzplan: „Dann kandidiere ich für das EU-Parlament.“

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