Philipp Geist und Lichtkunstverein bringen Weilheims Kirchturm an zehn Abenden zum Strahlen

Lichtkunst Marienplatz Weilheim 2018
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Die bestrahlten Häuser am Marienplatz wurden beim Lichtkunst-Festival 2018 zum Fotomotiv vieler Besucher.

Weilheim – Seit Monaten hat Corona unser Leben fest im Griff. Umso wichtiger finden es der Künstler Philipp Geist und der hier ansässige Lichtkunstverein, den Menschen in dieser Zeit ein wenig Hoffnung und Zuversicht zu schenken. Mit dem Medium Licht.

„HoffnungsLicht“ lautet der Titel für eine Lichtkunst-Installation, die Philipp Geist vom kommenden Freitag bis zum 8. November täglich ab circa 18 und bis 21 Uhr zusammen mit dem Verein auf der Kirchturmseite zum Marienplatz hin projizieren wird. Geist, ein gebürtiger Weilheimer und Mitinitiator des Weilheimer Lichtkunst-Festivals, wird in seine abstrakten Bilderwelten Begriffe, Sorgen und Wünsche integrieren, die ihm die Bevölkerung zukommen lässt. Textvorschläge sind unter info@lichtkunst-weilheim.de willkommen.

Philipp Geist lebt in Berlin und zählt zu den Pionieren der Video-Mapping-Künstler. Im Außenbereich verwandelt er mit seinen Installationen Architekturen in bewegte, malerische Leuchtskulpturen, welche die Wahrnehmung der Betrachter in Zwei- und Dreidimensionalität herausfordern. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Wiedervereinigung war er am 3. Oktober in Potsdam für das Bühnenbild in Form einer großflächigen Videoinstallation verantwortlich. Viele Menschen verfolgten den Festakt im Fernsehen. Geist brachte bereits die Christus-Statue in Rio de Janeiro, den Domplatz in Köln und Gebäude in Indien zum Leuchten.

Seine Installation am Weilheimer Kirchturm Mariae Himmelfahrt wird von einer Aktion des Lichtkunstvereins an der Ecke Schmiedstraße/Marienplatz begleitet: Mit Videos von Künstlern, die in Weilheim im Zusammenhang mit der Lichtkunst bereits aktiv waren. „Ein großes Lichtkunstevent kann es dieses Jahr und wohl auch 2021 nicht geben“, bedauert der Verein. Mit beiden Aktionen, sofern Corona die Pläne nicht umwirft, soll Lichtkunst gezeigt und damit Hoffnung und Zuversicht zum Ausdruck gebracht werden. Der über zehn Tage gestreckte Zeitraum soll die Kunst „vielen Interessierten zugänglich machen, ohne dass es zu größeren Menschenansammlungen am Marienplatz kommt“, heißt es in der Pressemitteilung des Lichtkunstvereins, der versichert: „Der Verein wird auf die Einhaltung der von den Genehmigungsbehörden ausgesprochenen Hygiene- und Versammlungsvorschriften achten und auch deutlich sichtbar darauf hinweisen.“

Von Kreisbote

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