Lichtkunst in Garage und Hinterhof

Verein sucht für zweites Festival im Oktober noch Orte für kleinere Installationen

+
Auch beim zweiten Weilheimer Lichtkunst-Festival setzt der ausrichtende Verein auf einen „hohen kulturellen Anspruch“. Das Foto entstand 2016 bei der Premiere auf dem Marienplatz mit Blick auf das Stadtmuseum (mi.), die Stadtpfarrkirche und Häuserfassaden.

Weilheim – Der Termin steht fest, seit einem Jahr wird fleißig geplant: Nach der großartigen Premiere im Oktober 2016 startet das Weilheimer Lichtkunstfestival am Freitag, 19. und Samstag, 20. Oktober, in die zweite Runde. Mit mehr begleitenden Aktionen und einem erweiterten Rahmenprogramm, wie im Gespräch mit dem ausrichtenden Lichtkunst-Verein zu erfahren war. Dazu braucht es aber auch die Mithilfe der Bevölkerung.

Unter der Leitung des international erfolgreichen Lichtkünstlers Philipp Geist, ein gebürtiger Weilheimer, soll die Innenstadt erneut zwei Abende lang in magischen Farben erstrahlen und viele Gäste nach Weilheim locken. Dazu will Philipp Geist, in Abstimmung mit dem Verein, internationale Künstler für Weilheim gewinnen. Konkrete Namen stehen noch nicht fest, berichtete die Vorsitzende des Lichtkunst-Vereins Ragnhild Thieler und präsentierte zusammen mit Nikolaus Eisenblätter vom Vorstandsteam eine neue Idee.

Eingebettet in das auf die Innenstadt begrenzte Festival – und gerne eine Zeitlang über das Wochenende hinaus – ist angedacht, weitere Räume für kleinere Installationen zu öffnen, die Geschäftsleute oder Privatpersonen zur Verfügung stellen. „Das kann ein attraktiver Hinterhof sein, eine ausgeräumte Garage, eine alte Werkstatt oder ein leer stehender Laden“, nannte Eisenblätter Beispiele und appelliert an die Weilheimer, mögliche Ausstellungsplätze spätestens bis Mitte August dem Lichtkunst-Verein zu melden (info@lichtkunst-weilheim.de). Laut Weilheims Kulturreferentin Thieler kommt es darauf an, „spannende Orte zu finden, die wir bisher noch nicht kennen“.

Der Marienplatz, so das Ziel der Veranstalter, wird wieder großflächig mit Lichtkunst bespielt und im Stadel an der Eisenkramergasse erneut ein Festivalzentrum für die Besucher eingerichtet. Im Stadtmuseum soll die Lichtkunst mit alten Meistern kombiniert werden nach dem Motto „Petel trifft Lichtkunst“. Wo es darüber hinaus große Lichtinstallationen zu bewundern geben wird, ist noch mit den teilnehmenden Künstlern abzustimmen. „Es wird auf jeden Fall spannend“, geben sich Thieler und Eisenblätter noch geheimnisvoll.

Um das Festival finanziell stemmen zu können, braucht es Fördermittel und Sponsoren. 30 000 Euro Zuschuss von der Stadt Weilheim sind bereits genehmigt, der Standortförderungsverein ist ebenfalls „mit einer größeren Summe dabei“ (Thieler). Weitere Anträge, unter anderem an Bezirk und Kulturfonds Oberbayern, sind gestellt. „Wir befinden uns mit der Sponsoringarbeit in der heißen Phase“, gab Thieler Einblick. Das Lichtkunst-Festival sei eine „große Bereicherung für die Stadt“ und „ein Standortfaktor, den das Oberzentrum Weilheim nutzen kann“. Mit einem „pfiffigen Kommunikationskonzept“ , stellt Festival-Mitinitiator Eisenblätter in Aussicht, soll die lokale Wirtschaft in das Event eingebunden werden.

Sponsoren akquirieren, ein Gastronomiekonzept erarbeiten und Zeitpläne erstellen, Veranstaltungsorte planen... neben der finanziellen ist auch ideelle Unterstützung willkommen: Wer sich in die Vorbereitungen für das Festival im Oktober einbringen möchte, sollte mit dem Lichtkunst-Verein Kontakt aufnehmen. Mehr Infos unter www.lichtkunst-weilheim.de. 

Von Maria Hofstetter

Auch interessant

Meistgelesen

Am Tag der offenen Tür der FFW Weilheim gab es viel zu sehen und zu erleben
Am Tag der offenen Tür der FFW Weilheim gab es viel zu sehen und zu erleben
Sechs Straßenzauberer der Spitzenklasse faszinierten zwei Tage lang ihr Publikum
Sechs Straßenzauberer der Spitzenklasse faszinierten zwei Tage lang ihr Publikum
Landkreisbürger trifft Namensvetter aus Berlin
Landkreisbürger trifft Namensvetter aus Berlin
Reifen Feneberg in Füssen: 30 Jahre Erfahrung und heute so innovativ wie nie
Reifen Feneberg in Füssen: 30 Jahre Erfahrung und heute so innovativ wie nie

Kommentare