Lions Club und Jugendamt Weilheim-Schongau: Spenden, die in der Region ankommen

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Lions Club-Präsident Ralf Scharnitzky, Chef des Amtes für Jugend und Familie Jürgen Wachtler, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Claudia Sam-Doess von der Jugendhilfeplanung und Lions Club-Vizepräsident Dr. Bernhard Kann (v.li.) stimmten die Spendenvergabe ab.

Landkreis – Seit 2006 kooperiert der Lions Club Weilheim-Ammersee mit dem Amt für Jugend und Familie im Rahmen der Lions Club-Activity „Kinder und Familien in Not“. Erklärtes Ziel ist es, bedürftige Kinder, junge Menschen und Familien im Landkreis mit Spenden zu unterstützen und ihnen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen. Jüngst stand die gemeinsame Abstimmung an, wer mit welcher Summe bedacht werden soll.

Auch in diesem Jahr sind es wieder 5 000 Euro, die der Lions Club (LC) spendet. Plus 800 Euro aus dem letzten Jahr, die übrig geblieben sind. Das liege keineswegs daran, dass kein Bedarf bestanden habe, erklärt LC-Präsident Ralf Scharnitzky. Vielmehr hebe man sich stets einen Puffer auf, um im Fall der Fälle schnell und unkompliziert reagieren zu können. „Wir stehen das ganze Jahr über in Kontakt“, schildert der Chef des Amtes für Jugend und Familie Jürgen Wachtler, sodass zum Beispiel auch mal kurzfristig ein Betrag von bis zu 1 500 Euro fließen kann.

Elf Anfragen liegen diesmal vor, über deren zu bemessende Höhe Lions Club und Landratsamtmitarbeiter beraten. Glatt abgelehnt habe man noch nie einen solchen Vorschlag, sagt Scharnitzky. Etwas mehr als die Hälfte stammt diesmal von Alleinerziehenden.

Schuhe, ein Föhn oder die Möglichkeit, den eigenen Kindern zu Weihnachten überhaupt ein Geschenk machen zu können, gehörten in der Vergangenheit zu den vorgebrachten Wünschen. Diesmal wünscht sich beispielsweise ein gut integrierter begleiteter Flüchtling ein Fahrrad, mit dem er zu seiner neuen Ausbildungsstelle gelangt. Das bisherige wurde ihm, obwohl abgesperrt, geklaut.

Das Geld für die Spende stammt aus Mitgliedsbeiträgen, sogenannten Activities wie Ständen beim Weihnachtsmarkt oder dem Tag der Lions, oder Sonderspenden – beispielsweise, wenn ein Mitglied auf Geburtstagsgeschenke verzichtet. Die Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend und Familie biete viele Vorteile, schildert Scharnitzky.

Man unterstütze nun mal nicht Projekte, sondern einzelne Familien und Kinder. „Ohne das Landratsamt kämen wir an diese Personen vielleicht gar nicht ran.“ Unterbreiten Wachtler, Sam-Doess und ihr Team einen Vorschlag, könne sich der Lions Club felsenfest darauf verlassen, dass Notwendigkeit und Rahmenbedingungen geprüft sind und stimmen. „Besteht Bedarf?“, „Wofür wird das Geld gebraucht?“ und „Wer ist noch involviert?“ seien die wesentlichen abzuklopfenden Fragen, erklärt Sam-Doess. „Eine Spende kommt nur infrage, wenn kein anderer Leistungsträger zuständig ist.“

Von Raso Schorer

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