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Lions-Clubs im Oberland spenden für Hospiz-Projekt

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Von: Bernhard Jepsen

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Spende Lions Club an Hospiz in Polling
Markus Loth mit den Lions-Club-Vertretern an der Stelle, wo der Erweiterungsbau für das Hospiz in Polling entstehen soll (v.li.): Herbert Kütter, Wolfgang Behrens-Ramberg, Wolfgang Ollendorff, Walter Ehrlicher, Manfred Suttner, Benedikt Selbherr, Willi Stöhr und Christian Gößwald. © Jepsen

Polling – Zwei Hospize unter einem Dach: Es ist wahrlich ein Mammutprojekt, das auf dem Klostergelände in Polling mit der Erweiterung der bestehenden Hospizeinrichtung und dem Neubau eines teilstationären Kinderhospizes entstehen soll. Nach aktuellem Stand müssen über 17 Millionen Euro finanziert werden (wir berichteten). Rein mit Fördergeldern und Zuschüssen von Krankenkassenträgern ist die Summe nicht zu stemmen.

Um möglichst viel an Spendengelder zu akquirieren, wurde vor ein paar Wochen der Förderverein „Zwei Hospize in Polling – Erwachsenenhospiz und Kinderhospiz“ ins Leben gerufen (wir berichteten). Und die erste großzügige Spende wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Wenn die rechtlichen und steuerrelevanten Formalien im Zuge der Vereinsgründen abschließend erledigt sind, wird bald der erste Spendenbetrag in Höhe von satten 37 500 Euro auf das Spendenkonto überwiesen. Der Obolus wurde unter Federführung des Clubsekretärs des Lions-Clubs (LC) Murnau-Staffelsee, Manfred Suttner, in einer gemeinsamen Spendenaktion der Lions-Clubs im Oberland generiert – inklusive einer Zahlung aus dem Lions-Direktfonds.

Das gesamte Oberland packt an

So eine geballte Spendenaktion namentlich mit den Clubs Garmisch-Partenkirchen, Garmisch-Partenkirchen Werdenfels, Mittenwald, Bad Tölz, Weilheim-Ammersee, Schongau-Pfaffenwinkel, Landsberg am Lech, Starnberger See Buzentaurus, Starnberger See Ludwig II und dem Murnau-Staffelsee hatte es seit Längerem in der LC-Szene nicht mehr gegeben. Aber der Anlass bot sich an: Die beiden Hospize sollen nach ihrer Erweiterung respektive Fertigstellung Patienten aus dem ganzen Oberland betreuen. „Das heißt, das Projekt betrifft auch alle umliegenden Landkreise“, erklärte Suttner bei einem offiziellen Pressetermin im Pollinger Hospizgarten.

Weilheims Bürgermeister Markus Loth, er ist einer der Vorstände des Fördervereins, zeigte sich über das Engagement der verschiedenen Lions-Clubs hocherfreut: „Das hat Leuchtturmcharakter und ist ein Signal an potenzielle Spender. Ich hoffe jedenfalls auf viele Nachahmer.“ Loth sprach im Zusammenhang mit dem Ausbau des Hospizstandortes von einem „tollen Projekt“: „Im Hospiz wird ganz wertvolle Arbeit geleistet.“

Das Ehrenamt im Förderverein habe er dabei gerne übernommen: „Ich kann vielleicht an der ein oder anderen Stelle der Türöffner sein.“ Die Kontakte zu potenziellen Geldgebern seien bislang durchweg positiv. Und die Spendenbereitschaft sei auch dringend notwendig. „Wir sind auf potente Sponsoren angewiesen“, so Loth.

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