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Lkw bringt Hilfsgüter aus dem Blauen Land in die Ukraine

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Von: Mihriban Dincel

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Zahlreiche beteiligte Personen hatten sich vor dem beladenen Lkw versammelt. © Dincel

Murnau – Vor Kurzem ist ein 40-Tonner mit der Aufschrift „Help Ukraine“ gestartet. Dieser wurde mit den zahlreichen Sachspenden der Bürger*innen aus dem Blauen Land beladen und soll die Menschen in der Ukraine in dieser schweren Zeit unterstützen.

Nachdem die Hilfsaktion der neun Gemeinden aus dem Blauen Land öffentlich wurde, gab es einen Spendenansturm. Das Ergebnis war ein vollbeladener Lkw, der sich kürzlich auf den Weg gemacht hat und weitere Paletten und Kartons, die im alten Postgebäude in Murnau darauf warten, ebenfalls in die Ukraine transportiert zu werden.

Die gemeinsame Initiative „Das Blaue Land hilft“ der Gemeinden Murnau, Ohlstadt, Seehausen, Uffing, Riegsee, Spatzenhausen, Großweil, Schwaigen-Grafenaschau und Eglfing stieß auf großen Zuspruch, wie Annika Röttinger, Pressesprecherin der Marktgemeinde Murnau, mitteilte und das nicht nur in Bezug auf Sachspenden. Auch eine hohe Summe an Geldspenden sei zusammen gekommen sowie das Angebot vieler Bürger, auch selbst mit anzupacken. Das gesamte Vorhaben wurde auch von Vereinen unterstützt, darunter das Forum Westtorhalle e.V.. Der Verein, der bereits ein großes Netzwerk an Ehrenamtlichen hat, nahm diese Aktion zum Anlass dieses zu aktivieren. Zudem nutzte der Verein seine Reichweite, um auf die Spendenmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Dadurch kamen zahlreiche Hilfsgüter zusammen, die von den Ehrenamtlichen angenommen, sortiert und transportfertig gemacht wurden. Neben der großen Unterstützung der Vereine und Privatpersonen, boten auch regionale Unternehmen ihre Hilfe an. So stellte die Firma Wittwer aus Eschenlohe den Lkw und dessen Fahrer, Stefan Sprenger. „Das Blaue Land hält zusammen“, so Röttinger. Vor der Abfahrt des Lastwagens fanden sich einige Beteiligte der Aktion zusammen. Dabei ergriff Rolf Beuting, Murnauer Bürgermeister, das Wort. Zunächst sei man in Sorge gewesen, dass der Lkw nicht voll wird. Doch man wurde eines Besseren belehrt. „Wir sind stolz und glücklich unser Hauptwerk auf den Weg bringen zu können“, so Beuting über den voll beladenen 40-Tonner. „Ich bin dankbar, dass alle so gut zusammengearbeitet haben. Das hat unsere Gemeinschaft gestärkt“, lobte der Bürgermeister zudem das gute Teamwork. Das Ziel sei es nun, die gesammelten Hilfsgüter bis Lwiw/Lemberg zu bringen. Von dort aus werden sie weiter verteilt.

Die Aktion sei wichtig gegen die Ohnmacht und die Wut die hier herrsche, aber vor allem für die Menschen in der Ukraine. „Dieser Lkw ist ein Zeichen der Hoffnung“, betonte der Murnauer Rathaus-Chef.

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