BfW schicken Amtsinhaber zum dritten Mal ins Rennen

Loth will Bürgermeister bleiben

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Will „mit der stärksten Fraktion zum dritten Mal Bürgermeister werden“: Markus Loth.

Weilheim – Markus Loth (45) wirft als erster seinen Hut in den Ring: In der Vollversammlung auf dem Gögerl nominierten die Bürger für Weilheim (BfW) den Amtsinhaber am vergangenen Dienstag erneut zu ihrem Bürgermeisterkandidaten.

Von 43 stimmberechtigten Mitgliedern votierten bei einer Stimmenthaltung 42 für Loth, der sich zuvor als Spitzenkandidat für die Wahl 2014 vorgestellt hatte. Im Interview mit Redaktionsleiterin Maria Hofstetter äußerte sich Loth zu den Hintergründen und Zielen.


 War die Nominierungsversammlung nicht öffentlich? 

 Markus Loth: „Doch, sie war selbstverständlich öffentlich. Leider ist uns eine peinliche Panne passiert. Der Vorstand hat vergessen, die Presse termingerecht einzuladen. Dafür möchte ich mich entschuldigen.“ 

 Ihre Überlegungen, als Landrat zu kandidieren, sind jetzt wohl endgültig vom Tisch. Warum? 

 Markus Loth: „Dieses Thema war schon bei der Kommunalwahl 2008 an mich herangetragen geworden und hat sich durch die Unzufriedenheit an dem derzeitigen Amtsinhaber weiter verstärkt. Auch in den Reihen der CSU und SPD wurde ich ernsthaft als Kandidat gehandelt. Das Amt des Landrats würde ich mir zutrauen, und meine Familie wäre dahinter gestanden. Dass ich mich dagegen entschieden habe, hat vor allem zwei Gründe: Die Arbeit als Bürgermeister macht mir Spaß, und ich möchte noch einiges bewegen. Mein Herz schlägt für Weilheim.“ 

 Das Wahlergebnis lässt darauf schließen, dass es in der Fraktion keinen Gegenkandidaten gab? 

 Markus Loth: „Nein. Ein weiterer Bewerber war bei den BfW nie im Gespräch.“ 

 Als Amtsinhaber bringen Sie gegenüber der politischen Konkurrenz einen beachtlichen Bonus mit. Wo sehen Sie Ihre Stärken? 

 Markus Loth: „Ein Bürgermeister muss leutselig sein und auf die Bürger zugehen, um zu wissen, wo sie der Schuh drückt. Er muss Entscheidungen treffen und dahinter stehen, auch wenn sie unpopulär sind. Ich halte Kritik aus und kann durchgreifen, sei es gegenüber Bürgern, politischen Gegnern und gelegentlich auch bei der eigenen Fraktion.“ 

 Was hat für Sie in der Stadtpolitik Priorität? 

 Markus Loth: „Eine freundliche, kompetente Verwaltung, die hohe Lebensqualität in unserer Stadt, bezahlbarer Wohnraum, ein wirtschaftlich starkes Weilheim und qualifizierte, wohnsitznahe Arbeitsplätze.“ 

Welches Wahlziel ist in den vergangenen elf Jahren auf der Strecke geblieben? 

 Markus Loth: „Da fällt mir spontan keines ein. Wir haben viele wichtige Vorhaben angestoßen, deren Realisierung aber teilweise noch aussteht. Wie die Umfahrungsstraße, die beim Bundesfernstraßenausbau endlich in den vordringlichen Bedarf aufgenommen wurde. Oder das geplante interkommunale Gewerbegebiet Achalaich, für dessen Umsetzung es jetzt gute Vorzeichen gibt. Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass manches schneller vorankommt.“ 

 Wann legen die BfW mit dem Wahlkampf los? 

 Markus Loth: „Nach den Wahlen im September. In die heiße Phase steigen wir wohl erst im Januar 2014 ein. Im Juni/Juli werden wir das aktuelle Wahlprogramm vorstellen und im Oktober unsere Kandidaten für den Stadtrat präsentieren.“ 

Von Maria Hofstetter 

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