So macht Chemie Spaß – Nach Sanierung hat Weilheimer Gymnasium topmoderne Chemieräume

So geht das: (v.re.) Schülerinnen der 8e frischten das Chemie-Wissen von Landrat Dr. Friedrich Zeller, zweitem Bürgermeister Ingo Remesch und Robert Mayer (Sparkasse Weilheim, li.) auf und Schulleiter Hermann Summer (2.v.li.) dokumentierte es. An der Decke einer der neuen Medienflügel. Foto: Bachlatko

An sämtlichen Komforts fehlte es in den Chemieräumen des Weilheimer Gymnasiums. Wände und Decken, die lauthals nach Renovierung schrien, mangelhafte Lüftungsanlagen und unzureichende Unterrichtskapazitäten machten den Chemieunterricht zu einem eher weniger spannenden Teil im Stundenplan. Mit der Sanierung dieser Räumlichkeiten hat sich das aber geändert. „Ein scheinbar unrealisierbarer Traum“ ist also doch noch in Erfüllung gegangen.

„Diese Sanierung war dringendst notwendig“, schickte Landrat Dr. Friedrich Zeller in seiner Begrüßung zur Einweihung der sanierten Räume voraus. Doch nicht nur des baulichen Zustandes und mangelnder Unterrichtsmöglichkeiten wegen, sondern auch wegen der Zukunft der Schüler. „Im Landkreis spielen Naturwissenschaften eine enorm große Rolle und die Wirtschaft wartet nur auf so junge, gebildete Leute wie euch“, richtete der Landrat seine Ansprache auch an die anwesenden Schüler. Sieben Räume sind es insgesamt, die einer umfassenden Sanierung unterzogen wurden. Drei Räume wurden hergerichtet für die Unterrichtsvorbereitung und die Sammlung chemischer Materialien. Dazu kamen vier Unterrichtsräume. Drei davon sind jetzt ausgestattet mit einer Technik nach neuestem Stand, sodass jetzt ein multifunktionaler Unterricht möglich ist. „Das liegt vor allem an den Medienflügeln. Das sind von der Decke hängende und verschiebbare Leisten, die Anschlüsse für Strom, Wasser, Gase, Absaugung, EDV und sogar Internet führen und so flexible Gruppenarbeit ermöglichen“, freute sich Anneliese Zwerger, Fachbetreuerin für Chemie am Gymnasium, über die moderne Ausstattung. Dazu kommen integrierte Beamer und Computer, Panoramabzüge – Schaukästen für rauchentwickelnde Experimente –, fahrbare Abzugsanlagen, Experimentierkästen und Raumablüftungssysteme in sämtlichen Räumen und sogar in den Materialschränken, sodass das Arbeiten in muffigen Räumen endgültig passé ist. Diese Neuerungen sind derartig groß, dass Schulleiter Hermann Summer sogar von einem „Meilenstein“ in mehrfacher Hinsicht spricht. Die „unzumutbaren Bedingungen“ seien nun beseitigt und der Sicherheit und Gesundheit werde nun wieder vollstens Rechnung getragen. Dazu käme auch das erfreuliche Signal, dass die Ausbildung in Naturwissenschaften am Gymnasium unterstützt wird durch den Landkreis, „der es nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben ließ“, so Summer. Dieser bedankte sich vor allem angesichts der enormen Summe, die der Landkreis für diese Sanierung springen ließ. Insgesamt kostete das Projekt 750000 Euro. „Im Grunde kann man für dieses Geld drei Einfamilienhäuser bauen“, führte Summer vor Augen. Doch auch die Spendenbereitschaft war groß. So trugen mehrere Unternehmen bei wie ESB, die Sparkasse Weilheim, Motoren Bauer, die Firma Roche in Penzberg und das Autohaus Medele, denen der Dank Zellers galt. Auch bei der Schülerschaft ist die Freude groß. Zur Einweihung der neuen Räume führten die Klasse 8e mehrere Experimente vor und demonstrierten Landrat und Sponsoren, wie die neue Ausstattung zu benutzen ist. So waren sich Ende alle einig: Innovativer kann Unterricht nicht sein.

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