Das entscheidende Kreuzchen

29. März: Landrats- und Bürgermeisterkandidaten stellen sich in der Stichwahl

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Am Sonntag, 29. März, wird es unter anderem in Weilheim zur Stichwahl kommen.

Region – Bei der weltweiten Lage gerät die Kommunalwahl in Bayern schon fast in Vergessenheit. Doch am morgigen Sonntag, 29. März, brauchen die Kandidaten nochmals die Stimmen ihrer BürgerInnen.

Viele werden schon abgestimmt haben – findet die Stichwahl wegen des Coronavirus doch diesmal ausschließlich per Briefwahl statt. Der Zettel mit den Kreuzchen muss am Wahltag bis spätestens 18 Uhr im Briefkasten der entsprechenden Stellen sein. Welche das sind, steht auf dem Kuvert, das den Unterlagen beiliegt. Das Landratsamt weist darauf hin, dass für die Briefwahl ausschließlich die von der Gemeinde übersandten Unterlagen zu verwenden sind, einschließlich der Kuverts.

Die Post hat übrigens zugesagt, am Samstag, 28. März, nach 18 Uhr alle ihre Briefkästen in Bayern zu leeren, die Wahlbriefe in der Nacht in die Verteilzentren zu bringen und am Sonntag rechtzeitig vor 18 Uhr den jeweiligen Städten und Gemeinden zuzustellen. Das hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann mitgeteilt.

Wer ist in der Stichwahl?

Hier eine kleine Auffrischung, welche Politiker noch auf Stimmen hoffen: Auf Landkreisebene gehen Andrea Jochner-Weiß (CSU, erstes Ergebnis: 48 Prozent) und Karl-Heinz Grehl (Grüne, 18,1 Prozent) ins Rennen. Dabei bekommt die Amtsinhaberin Rückendeckung von der FDP. Die ließ verkünden: „Da politisch im Landkreis mit der CSU die größte Übereinstimmung auch weiterhin bestehen dürfte, möchte die FDP die bewährte Zusammenarbeit fortsetzen.“ Ein besonderer Grund sei hierfür die Vereinbarung zur engen Zusammenarbeit der Krankenhaus GmbH des Landkreises Weilheim-Schongau mit dem Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, erklärt die Partei.

Grehl wird indes unterstützt von der SPD. „Für uns ist klar, dass der Landkreis Weilheim-Schongau in den kommenden sechs Jahren dringend wichtige politische Impulse benötigt. Nur so können in der nächsten Amtszeit die wichtigen Zukunftsthemen vorangebracht werden”, äußerte sich der Kreisvorsitzende Dominik Streit. Dazu gehören vor allem Bereiche wie bezahlbares Wohnen, Umwelt- und Naturschutz, Energie- sowie Mobilitätswende.

Nicht nur die Landräte, auch mehrere Bürgermeisterkandidaten treten in ihren jeweiligen Gemeinden zur Stichwahl an. In Weilheim fällt die Entscheidung zwischen dem amtierenden Bürgermeister Markus Loth (BfW, 34,7 Prozent) und Herausforderin Angelika Flock (CSU, 21,7 Prozent).

In Peißenberg wird es definitiv einen Wechsel im Rathaus geben. Die bisherige Bürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste) ist abgewählt worden. Jetzt entscheidet es sich zwischen Frank Zellner (CSU, 33,4 Prozent) und Robert Halbritter (SPD, 26,3 Prozent).

In Wielenbach wollen Harald Mansi (Wir für Wielenbach, 46,3 Prozent) und Ignaz Jochner (CSU, 27,1 Prozent) in das Rathaus einziehen. In Murnau bleibt es entweder bei Rolf Beuting (ÖDP/Bürgerforum Murnau, 41,5 Prozent) oder Phillip Zoepf (Mehr Bewegen – Die Liste für Murnaus Bürger, 19 Prozent) löst den Amtsinhaber ab.

In Dießen haben Florian Zarbo (Freie Wähler, 26,2 Prozent) und Sandra Perzul (Dießener Bürger, 21,4 Prozent) eine Chance auf das Amt.

Von Stephanie Novy

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