Bei Mahnwache gemeinsam ein Zeichen gesetzt und der Toten von Paris gedacht

"Weilheim ist Charlie"

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Die Weilheimer drückten bei der Mahnwache am Marienplatz ihre Solidarität mit den Opfern von Paris aus. „Weilheim ist Charlie“, lautete eine Aussage.

Weilheim – Unter dem Motto „Nein zum Terror! Ja zur Weltoffenheit!“ traf sich eine Gruppe Weilheimer am Montag auf dem Marienplatz.

Zwischen 80 und 90 Teilnehmer hatten sich zu einer Mahnwache versammelt, um ihre Solidarität mit den Opfern von Paris zu demonstrieren. Gerd Veit zeigte sich beeindruckt von dem Zusammenhalt der Pariser und kam, um seine „Solidarität kund zu tun“. Auch kleinere Kundgebungen seien wichtig, so Veit, denn jede Stimme zählt. Manfred Unger sieht die Versammlungen in Paris auch als Zeichen, dass die Menschen nicht klein beigeben. Es sei wichtig, die Freiheits- und Menschenrechte aufrecht zu erhalten, betonte Unger. Die Demokratie müsse für alle Menschen, gleich welcher Herkunft und Konfession, bewahrt werden. Unger wünscht sich, dass mehr Menschen auch aktiv für diese Werte einstehen.

Der evangelische Pfarrer Jost Herrmann verwies darauf, dass alle Menschen, ungeachtet ihres Glaubens, unter dem Terror leiden. Es gehe den Terroristen „nicht um Religion oder Gottesglaube, sondern um Macht“. Es sei wichtig Begegnungen zu schaffen als Mittel gegen religiöse Fanatisierung. Stadtpfarrer Engelbert Birkle stimmte Herrmann zu und fügte an, dass der Terror erschreckend nahe sei. Gerade deshalb müsse Solidarität mit jenen gezeigt werden, die darunter täglich leiden.

Die muslimische Gemeinschaft machte klar, dass sie den Terror verurteile und in Freiheit und Sicherheit leben möchte. Niemand sollte Angst vor dem Islam haben müssen, nur weil wenige ihn für ihre Zwecke missbrauchen. Es gelte alle Menschenleben zu schützen, da alle gleich viel wert seien, sagte eine Weilheimerin. Um das zu zeigen sei sie zur Mahnwache gekommen.  

von Melanie Wießmeyer

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