Hunderte Weilheimer feierten gegenüber dem Amtsgericht bei Musik und Tanz

Maibäume wuchsen in den Himmel

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Prüfender Blick nach oben. Nach rund zwei Stunden schweißtreibender Arbeit war Weilheims neuer Maibaum aufgestellt.

Weilheim – Im Altlandkreis Weilheim wurden am Mittwoch ein rundes Dutzend weiß-blau bemalter Maibäume aufgestellt. In Weilheim ist der Brauch 280 Jahre alt. Auf dem Anger gegenüber dem Amtsgericht wurde fröhlich gefeiert.

Weilheims Maibaum ist mit 34 Metern nicht der längste unter den neuen, bringt aber mit zwei Tonnen ordentlich Gewicht auf die Waage, wie die 50 bis 60 starken Männer des Heimat- und Trachtenvereins feststellten.

Neuer Maibaum für Weilheim

Bis der Baum richtig stand waren rund zwei Stunden vergangen und viel Schweiß vergossen worden. Nach dem Vaterunser gegen 8.45 Uhr war Präzisionsarbeit angesagt. Wie oft Zimmerermeister Martin Rohmer nach prüfendem Blick auf das Ganze das Kommando „Miteinand! Hochauf!“ gab und die Männer an den „Schwalben“ wechselten, wurde nicht festgehalten. Erst langsam, dann immer schneller rutschte der Stamm, begleitet von Jauchzern und den Klängen des Bayerischen Defiliermarsches, in die Senkrechte. Damit stand der Maibaum im Blickpunkt der über 500 Bürgerinnen und Bürger, die nicht mit anfeuernden Kommentaren gespart hatten. Bürgermeister Markus Loth, der wie sein Stellvertreter Ingo Remesch und einigen Stadträten mitangepackt hatte, dankte dem aufstellenden Verein, der den Baum im Stadtwald gefällt, transportiert und hergerichtet hatte. „Er präsentiert die neue Kraft des Jahres“, beschrieb Loth den Sinn der Tradition. Nach dem Anbringen der 22 Tafeln auf dem neuen Maibaum wurde der alte, begleitet von den Klängen der Bayernhymne, in Einzelteile zerlegt und versteigert. Das eingenommene Geld, über 600 Euro, werden für einen guten Zweck gespendet.

Von Georg Müller

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