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Offener Brief wird auf dem Weilheimer Marienplatz vorgestellt

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Von: Sofia-Leonie Wiethaler

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Veranstaltung Marienplatz freie Impfentscheidung
Am Montagabend sprach Alexander Sebald am Weilheimer Marienplatz. Für Musik sorgten an diesem Abend Klaus Kroeker und Laurie Jones. © Wiethaler

Weilheim – Eigentlich wäre Alexander Sebald am Montagabend in seiner Heimatgemeinde beim dortigen „Spaziergang“, an dem er des Öfteren teilnimmt, gewesen. Doch am vergangenen Montag sprach der Zweite Bürgermeister von Eurasburg auf dem Weilheimer Marienplatz.

Grund dafür war, dass Sebald zu einer angemeldeten Veranstaltung, die unter dem Thema „Möglichkeiten des Dialogs zwischen Kommunalpolitikern und Befürwortern der individuellen Impfentscheidung und der Grundrechte“ stand, eingeladen wurde. Diese schloss sich an den „Spaziergang für eine freie Impfentscheidung“ an.

Als Hauptredner des Abends ging Sebald auf einen Offenen Brief ein, der von ihm und einigen anderen Kommunalpolitikern unter anderem an Ministerpräsident Markus Söder sowie Bürgermeister*innen und Landräte im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen geschickt wurde. Auch die Abgeordneten des Bayerischen Landtages im Stimmkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen Martin Bachhuber, Anne Cyron, Florian Streibl und Hans Urban bekamen ein Exemplar. Die Unterzeichner hätten sich über alle Fraktionsgrenzen hinweg zusammengefunden, heißt es in dem Brief. Die Schreiber appellieren darin an die Politiker „mit uns und den Bürger*innen im Landkreis beziehungsweise im Freistaat Bayern im Umgang mit der Pandemie bestmögliche Lösungen für die bestehenden Herausforderungen und Probleme zu entwickeln.“ Die sich ständig ändernden Schutzmaßnahmen seien „in ihrer Widersprüchlichkeit und Unbeständigkeit für kaum einen Bürger und auch für uns als Kommunalpolitiker nicht mehr nachvollziehbar.“ Der Fokus der Maßnahmen „auf die Vermeidung von Coronatoten“ lasse die Folgen der Maßnahmen für unter anderem Kinder, Wirtschaft und Künstler vollkommen außer Acht. „Wir wissen, dass sehr viele Menschen nicht nur unter der Erkrankung selbst, sondern vor allem unter den Folgen der Maßnahmen und der rechtlichen Vorgaben leiden“, heißt es in dem Brief.

Im Anschluss werden in dem Schriftstück einige Forderungen genannt, unter anderem: „Setzen Sie sich jetzt und in Zukunft dafür ein, dass Menschen eigenständig entscheiden können, gegen welche Krankheiten und in welcher Form sie sich dagegen schützen. Verhindern sie jegliche Impfpflicht, ganz gleich ob berufsbezogen oder allgemein. Eine Impfpflicht stelle einen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit dar. Des Weiteren fordern die Schreiber des Briefes die Politiker auf: „Setzen Sie sich für die sofortige Abschaffung aller Maßnahmen im Zusammenhang mit Covid-19 ein, unabhängig vom Impf- beziehungsweise Gesundheitsstatus.“ Auch sollen politische Entscheidungen künftig transparent und damit nachvollziehbar für die Bürger getroffen und kommuniziert werden. Außerdem soll dafür gesorgt werden, dass auf regionaler Ebene (Landkreis/kreisfreie Städte) Meldestellen geschaffen werden, an die sich die Bürger im Falle eines Verdachts auf Impffolgen/mögliche -schäden niederschwellig wenden können.

Die laut Veranstalter circa 450 Besucher*innen quittierten Sebalds Ausführungen mit viel Applaus beziehungsweise ließen ihre Trommeln und Glocken für sich sprechen. Ein paar Teilnehmer waren mit Schildern ausgestattet, auf denen unter anderem „Mein Körper – Mein Recht“ oder „Nein zum WHO-Pandemieplan“ zu lesen war. Masken waren hingegen schwieriger zu finden. Bei den Zuhörern waren alle Altersklassen vertreten – auch Kinder spielten am Rande der Veranstaltung. Für nächsten Montag ist eine weitere Veranstaltung um 19.30 Uhr in Weilheim geplant. Dann soll auf dem Marienplatz die Rolle der Medien betrachtet werden.

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